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Die letzten Einhörner werden verschenkt
Schokolade

Die letzten Einhörner werden verschenkt

Ritter-Sport spendet die restlichen Tafeln der Sonder-Edition an drei Kinderhilfsorganisationen.

10.12.2016
  • Christine Laudenbach

Die rosaroten Quadrate mit dem glitzernden Regenbogen seien dafür gemacht, „ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern“, schreibt der Waldenbucher Schokoladenhersteller auf seiner Homepage. Bei dem Versuch, Tafeln der Sonder-Edition „Einhorn“ im Webshop zu ergattern, trieb es jedoch Anfang November Tausenden die Zornesröte ins Gesicht. „In den ersten Sekunden nach Freischaltung“, so Ritter-Sport-Pressesprecher Thomas Seeger, habe es über 300000 Bestellversuche gegeben. Eindeutig zu viel Bewerber für die 75000 „magischen“ Quadrate. „Das ist die Dimension Amazon im Weihnachtsgeschäft“, sagt Seeger. Die Konsequenz des Ansturms: Der Server ging in die Knie, die meisten Kunden leer aus (wir berichteten). Im Schnitt gehen nach Angaben Seegers pro Tag etwa 500 Stück (reguläres Sortiment) über den virtuellen Ladentisch.

Knapp zwei Wochen später schickten die Waldenbucher doppelt so viele Einhörner ins Rennen – ebenfalls ausschließlich im Netz. Rund 110000 Stück der weißen Schokolade mit Joghurt-Himbeer-Cassis-Geschmack waren auch diesmal nach „nur wenigen Minuten weg“. Den Verbrauchern stieß dies ziemlich sauer auf. Die Produzenten versprachen all jenen, die es nicht „an die Spitze des Regenbogens“ geschafft hatten, eine zweite Chance: Die restlichen rund 30000 Tafeln sollten im Dezember in Waldenbuch und Berlin verkauft werden.

Ritter fürchtete jedoch, dass Stückzahl und Nachfrage „wieder zu einem krassen Missverhältnis von Freude und Frust führen“ werde – und hat jetzt umdisponiert: Die restlichen Einhörner gehen an „Children for a better world“, „Kinderlachen“ und den „Deutschen Kinderverein“, die damit bedürftigen Kindern eine Freude machen sollen. Darüber hinaus versteigert die Firma drei 500 Gramm schwere handgefertigte Jumbo-Tafeln für die Charity-Aktion.

Die Idee, die begehrten rosaroten Einhorn-Quadrate zu spenden, sei gewachsen, erklärt Seeger auf Nachfrage. Bereits beim Verkauf der ersten Auflage habe Ritter einige Anfragen von Betreuern kranker und bedürftiger Kinder bekommen, die beim Verkauf leer ausgegangen waren. Als Karikaturist Ralf Ruthe eine Tafel mit einem Comic versah und für einen guten Zweck versteigerte, habe das „gezeigt, dass die Einhorn-Schokolade Gutes tun kann“, so die Erklärung auf der Homepage. Die Waldenbucher sahen sich in ihrer Entscheidung bestärkt. Die Organisationen seien sorgfältig ausgesucht worden, erklärt Seeger. Die Kriterien: Keines der betreuten Kinder darf leer ausgehen, sprich: Die Einhörner müssen für alle reichen. Ein zweiter Punkt: Die Schokolade müsse auch von allen gegessen werden dürfen. Bei manchen Erkrankungen beispielsweise sei dies nicht möglich. Im Vorfeld, sagt Seeger, habe Ritter auch an Organisationen in der Region gespendet.

Seeger hofft, dass Kunden diese Entscheidung verstehen. Die Firma wolle nach dem überraschenden Verkaufschaos zurück zum Ursprungsgedanken der Sonder-Editionen: Eine Idee aus der Community aufgreifen (siehe Info-Kasten) und „den Menschen eine Freude machen“.

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10.12.2016, 01:00 Uhr

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