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Das „Monster“ ist ein Schwärmer

Die riesige grüne Raupe wird zum Windenschwärmer

Es lebe der TAGBLATT-Leser! Als Einzelner mag er sich bisweilen irren (wie auch der TAGBLATT-Redakteur), aber als Gesamtheit scheint das kollektive Wissen der Menschheit in ihm aufgehoben.

30.08.2010

Die riesige grüne Raupe wird zum Windenschwärmer

Rottenburg. So erhielten wir übers Wochenende zahlreiche Mails, die uns über die riesige grüne Schmetterlingsraupe aufklärten, die in unserer Samstags-Ausgabe abgebildet war: Es handelt sich um den Windenschwärmer (Agrius convolvuli).

Seine Raupen können mehr als zehn Zentimeter lang werden und in den verschiedensten Farben vorkommen. Charakteristisch ist ein orangener Dorn am Hinterleib, der der Abschreckung dient. Die Raupen ernähren sich unter anderem von Ackerwinden.

Der Windenschwärmer ist ein nachtaktiver Wanderfalter, der im Frühsommer aus Nordafrika oder Südeuropa nach Deutschland einwandert und sich hier vermehrt, teilte uns beispielsweise Renate Schelling aus Dußlingen mit, deren Vater jahrzehntelang Schmetterlinge und Raupen identifiziert und fotografiert hat.

Die riesige grüne Raupe wird zum Windenschwärmer

Zu sehen bekomme man die Raupe „fast nur, wenn sie im August oder September auf der Suche nach einem geeigneten Verpuppungsplatz ist.“ Das war wohl auch die Raupe gerade, die die beiden Kinder Bernd Michel und Alberita Hagia am Freitag in der Nähe der Rolu-Siedlung gefunden hatten.

Robert Schütz aus Weilheim hatte vor kurzem eine ähnliche Raupe in seinem Garten gefunden und freute sich nun über die Gelegenheit, sie via TAGBLATT zu identifizieren. Gar nicht witzig fand er freilich unsere Assoziation, es könne sich bei dem Brummer um ein „außerirdisches“ Wesen handeln. Schütz: „Warum ist ein solches Tier eine ,Monsterraupe‘? Bleiben Sie doch bitte sachlich!“ Tatsächlich ist die Raupe völlig ungefährlich – außer für Ackerwinden.

Und Leserin Kristin May erinnerte uns an ein reich bebildertes Buch, das 2003 im TAGBLATT-Verlag erschienen und weiterhin erhältlich ist (für 12,50 Euro): Matthias Hendrichs und Alexander Beiter: „Heimische Schmetterlinge: Gefährdete Schönheit“. Es enthält auch ein Kapitel über den Windenschwärmer.

mi/Archivbilder: Metz, privat

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30.08.2010, 12:00 Uhr

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