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DOMESTIC VIOLENCE
USA

Regie: Frederick Wiseman


- ab 0 Jahren

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24.11.2015

Roman Polanskis "Der Pianist", der überraschend die Goldene Palme in Cannes gewonnen hat, beruht zum Teil auf eigenen Erlebnissen des Regisseurs, der als Kind knapp der Deportation ins KZ entgangen ist. Oft hat Polanski erklärt, dass es ihm ein zwingendes Bedürfnis war, einen Film über diese Zeit zu machen. Vielleicht hat er deswegen, um Geldgeber zu gewinnen, eine äußerlich sehr konventionelle Form der Erzählung gewählt. So bietet die erste Stunde dieses 150-Minuten-Werks viel dekorative Nazi-Folkore, wie man sie aus hunderten Filmen kennt und hasst. Doch je dichter sich Polanski an die Hauptfigur, den jüdischen Pianisten Wladyslaw Szpilman, heranzoomt, desto intensiver und glaubwürdiger wird der Film. Szpilman, der seine Erinnerungen 1946 aufgeschrieben hat, hielt sich fünf Jahre lang in Warschau versteckt und war einer der wenigen überlebenden Juden dieser Stadt. Mit überwiegend kargen, zuweilen aber auch kühn ästhetisierten Bildern schildert Polanski dessen Einsamkeit, Todesangst und immer wieder die alltäglichen Demütigungen. Vergisst man den ersten Teil, dann ist "Der Pianist" eine der stärksten Darstellungen individuellen Leids unterm Nazi-Terror.

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Erstellt:
24. November 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
7. August 2009, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. August 2009, 12:00 Uhr

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