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Boulanger-Streit

Don Brenner

Anton Brenner kritisierte am 7. Juli die Haltung des Boulanger Wirts, EU-Kommissar Günther Oettinger „im Wichs“ nichts auszuschenken.

25.07.2015

Pflichtschlagend, d. h. mit Säbeln auf einander einschlagende junge Männer, (...) auf Kommando trinkend, mit militärischem Gruß, Frauen ausschließend, Krieg, (...) Bewährung ins Unfassliche, der beschmutzte millionenfache Opfertod nach dem Zweiten Weltkrieg. Was auch immer die Motive der Bundesbrüder gewesen seien, die erste Strophe der Nationalhymne, ja warum denn nicht, das ist Selbstdarstellung der Ulmia. Warum das TAGBLATT einer solchen Vereinigung eine dreiviertel Seite widmet, erschließt sich mir nicht ganz.

Richtig abstrus wird es aber nach dem Amoklauf des Altlinken Anton Brenner. Nicht nur, dass er den Kellner, beziehungsweise den Kneipier als Blockwart beschimpft, er nimmt als Beispiel die „Kauft nicht bei Juden“-Kampagne im Dritten Reich. Das ist so falsch, wie bösartig, und Herr Brenner weiß das.

Es ist ein fundamentaler Unterschied, ob ich Menschen wegen ihrer Religion millionenfach umbringe, oder ob ich mit Gestalten, wie bekennenden Korporierten im vollen Wichs kein Bier zusammen trinken, oder sie nicht bewirten will. Das ist auch einem Anton Brenner bewusst. Ebenso der Aids-Vergleich, der völlig sinnfrei ist. Offensichtlich geht Brenner jetzt auf alles los, was nicht seinem kleinen, engen Weltbild entspricht. Das auch noch als Toleranz zu verkaufen, ist der Gipfel der Heuchelei. Schade, dass wir keine Windmühlen in Tübingen haben. Dann könnte sich Don Brenner an ihnen abarbeiten.

Thomas Waiblinger, Tübingen

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Erstellt:
25. Juli 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
25. Juli 2015, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 25. Juli 2015, 12:00 Uhr

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