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Amtseinführung

Donald Trump: Von heute an gilt „America first“

Der neue US-Präsident beschwört in seiner Antrittsrede den Patriotismus. Den radikalen Islam will er „ausmerzen“.

21.01.2017
  • PETER DETHIER

Washington. In seiner ersten Rede als 45. US-Präsident hat Donald Trump seine Landsleute auf einen Kurswechsel eingeschworen, der amerikanische Interessen über die anderer Nationen stellt und „die Macht von der Regierung wieder auf das Volk überträgt“. Er versprach zwar, bestehende Bündnisse zu stärken und neue Allianzen zu schmieden, um radikalislamischen Terrorismus auszurotten. Doch werde unter ihm die neue Vision „America first“ („Amerika zuerst“) gelten.

Der populistische und provokante Ton der Rede erinnerte an die Wahlkampfauftritte des neuen Präsidenten. Zu lange hätten „die politisch Etablierten in Washington sich selbst bereichert und geschützt, während Arbeitsplätze vernichtet und Fabriken stillgelegt wurden“, sagte Trump.

Zwar wolle er mit anderen Ländern zusammenarbeiten, erteilte aber zugleich eine Absage an amerikanisches Engagement im Ausland. Trump kritisierte die hohe Kriminalität, schlechte Schulen, undichte Grenzen und die marode Infrastruktur in den USA und verkündete: „Das Blutbad endet hier.“ Trump versprach Investitionen in neue Straßen, Brücken, Flughäfen und Autobahnen und bessere Grenzsicherheit.

Zudem kündigte Trump ein hartes Vorgehen gegen islamische Extremisten an. „Wir werden die zivilisierte Welt gegen den radikal-islamistischen Terrorismus vereinen, der völlig vom Antlitz der Erde verschwinden wird“, sagte der Republikaner.

Kurz zuvor hatten Trump und sein Vizepräsident Mike Pence den Amtseid abgelegt. Mehrere hunderttausend Anhänger wohnten der Zeremonie trotz Regens bei.

Aus der deutschen Politik kamen gemischte Reaktionen. Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt schrieb im Kurznachrichtendienst Twitter: „Grenzen dicht machen, Amerika zuerst und das Blut der Patrioten. Mir ist sehr kalt.“ Dagegen boten sich die AfD-Vorsitzenden Frauke Petry und Jörg Meuthen in einem Glückwunschtelegramm als „natürliche Verbündete“ in Deutschland an. mit afp/dpa

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21.01.2017, 06:00 Uhr

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