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Kommentar

Doppelter Appell

Schon als sich Barack Obama und Angela Merkel im April für TTIP stark machten, waren die Zweifel groß.

18.11.2016
  • KNUT PRIES

Zu wenig war herausgekommen in zwölf Verhandlungsrunden. Zu massiv schienen die Widerstände in Europa, zu schwach das Engagement der Amerikaner. Und jetzt, da es noch viel trüber aussieht, legen sich die beiden ins Zeug, als ob es die US-Wahlen nicht gegeben hätte? Obama operiert im Farewell-Modus, das Thema liegt laut EU „im Gefrierfach“ (einige sagen: als Leiche), und ins Weiße Haus zieht ein Mensch ein, für den Freihandel und TTIP lästige Fesseln sind. Was also soll der Appell?

Er hat zwei Adressaten. Donald Trump soll klargemacht werden, was auf dem Spiel steht. Das ist unter anderem ein Stück Einfluss der großen Nation USA. Den TTIP-Verächtern in der EU gilt derselbe Appell unter umgekehrten Vorzeichen: Es geht um Werte, Stabilität, internationale Regeln. Nach der Devise: Was Donald Trump ablehnt, kann nicht so schlecht sein. Was ist davon zu halten? Der Versuch wäre aller Ehren wert, wenn es nicht ausgerechnet das Mangel-Produkt TTIP wäre, mit dem Respekt fürs große Ganze aufgebaut werden soll.

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18.11.2016, 06:00 Uhr

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