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Fußball-Ass der Woche

Dornhans Assist-König

Maximilian Wagner von den TSF Dornhan glänzte am Samstag beim 9:2 gegen Göttelfingen als Vorbereiter.

12.06.2018
  • Florian Dürr

In den Alpträumen der Göttelfinger nach der 2:9-Klatsche am Samstag war ein Dornhaner Spieler wohl besonders präsent: Der 19-jährige Maximilian Wagner, der an fünf der neun Dornhaner Tore direkt beteiligt und von den Göttelfingern einfach nicht aufzuhalten war. Beidfüßig, passsicher und ein exzellenter Vorbereiter – ein zentraler Mittelfeldmann, wie ihn sich jeder Trainer nur wünschen kann.

Und das, obwohl es in der Rückrunde bisher nicht so lief, wie sich Wagner das vorgestellt hatte. „Ich wollte eigentlich die 10-Tore-Marke knacken“, sagt der 19-Jährige, der die Runde nun mit sechs Toren abschließt. Umso verständlicher sein Jubel beim 2:1, als sich bei ihm die Erleichterung breit machte: Nach seinem sehenswerten Treffer aus 18 Metern, der vom Pfosten ins Tor prallte, brüllte Wagner laut und ballte die Faust, als ob er seinem Team gerade den Klassenverbleib gesichert hätte. „So ein Tor schießt man nicht jeden Tag. Außerdem war bei mir in der Rückrunde der Wurm drin, ich habe nur zwei Tore geschossen“, sagt er selbstkritisch und ergänzt: „Da geht mehr. Ich habe einen größeren Anspruch an mich.“

Dafür glänzt Wagner aber umso mehr als Vorlagengeber: Mit 14 vorbereiteten Toren zählt Wagner zu den Dornhaner Top-Scorern. Gegen diese Qualitäten hatten auch die Göttelfinger am Samstag nichts entgegenzusetzen: Beim 1:0, 4:2, 6:2 und 7:2 leistete Wagner die Vorarbeit und war so einer der Garanten für den Kantersieg zum versöhnlichen Saisonabschluss.

Dabei war diese Runde für den 19-Jährigen erst die erste offizielle bei den Aktiven, in der er sich sofort als Stammspieler etablierte und bei allen Partien auf dem Platz stand. Aber auch schon in seinem letzten A-Jugend-Jahr kam Wagner bei der ersten Mannschaft in der Bezirksliga immer wieder zum Einsatz: „Da hatte ich zwei Spiele am Wochenende. Das war schon eine hohe Belastung, aber ich bin ja noch jung“, sagt er.

Schnell erkannten die Bezirksliga-Verteidiger Wagners Qualitäten, und der 19-Jährige bekam die neue Zweikampfhärte zu spüren: „Ich suche oft das Eins gegen Eins und bekomme öfters mal auf die Socken. Timo sagt schon immer, dass ich früher den Ball abspielen soll, damit das nicht passiert“, erzählt Wagner.

Doch insgesamt meisterte der Youngster den Sprung von der Jugend zu den Aktiven souverän: „Der Übergang wurde mir einfach gemacht. Ich komme mit jedem gut aus und wir sind eigentlich alle gleichgestellt“, erzählt er. Auch deshalb hegt das Dornhaner Talent momentan keine Wechselgedanken: „Natürlich denkt man immer darüber nach, was da noch geht und wie hoch man spielen kann, aber ich will jetzt erst einmal bei Dornhan bleiben und mit der geilen Truppe was erreichen.“

Denn mit dieser Saison ist Wagner nicht zufrieden: Lange mussten die Dornhaner noch um den Klassenverbleib zittern und schlossen die Runde nun auf dem elften Tabellenplatz ab. „Unser Anspruch sollte sein, einen Platz zwischen drei und sieben anzupeilen.

Und ich denke, jeder von uns ist hungrig genug, das zu schaffen. Wir können mehr, als wir in dieser Runde gezeigt haben“, sagt der 19-Jährige.

Doch bis dahin dürfen sich Wagner und Co. jetzt erst einmal auf die Sommerpause freuen. „Ich denke, es tut uns allen mal gut, den Abstand zu bekommen, um ab Mitte Juli dann wieder mit neuer Kraft in die Vorbereitung zu starten“, sagt er. Der Mittelfeldmann wird selbst aber wohl nicht ganz abschalten, denn: „Ich bin sportverrückt und habe auch Spaß an anderen Sportarten, wie Tischtennis oder Volleyball.“

Außerdem wird der 19-Jährige auch mit Spannung der Relegation entgegenblicken: Da haben mit Baiersbronn, Rohrdorf-Eckenweiler und Sulz noch drei Vereine die Chance, in der Saison 2018/19 im Bezirksoberhaus zu spielen. Wagner ist sich sicher, wer das Rennen um den begehrten Platz für sich entscheiden wird: „Ich gehe davon aus, dass es Baiersbronn noch schafft.“ Denn gegen die Baiersbronner flogen die Dornhaner im August mit 1:4 aus der ersten Pokalrunde. „Ich schätze sie sehr gut ein“, sagt Wagner.

Maximilan Wagner TSF Dornhan

Geburtsdatum: 22. Juli 1998

Wohnort: Dornhan/Konstanz

Beruf: Student – Sport und

Mathematik auf Lehramt

Bisherige Vereine: Schon immer

TSF Dornhan

Position: Zentrales offensives

Mittelfeld

Rechts-/Linksfuß: beidfüßig

Größter sportlicher Erfolg: Meister gleichzeitig mit B-und A-Jugend 2015

Saisonziel für die kommende Runde: Platz zwischen drei und sieben

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12.06.2018, 01:00 Uhr

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