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Notenbank

Draghi bleibt bei Politik des billigen Geldes

Frühestens im Dezember will die EZB erläutern, wie sie mit ihrem Anleihe-Programm weiter verfahren will.

21.10.2016
  • otr

Frankfurt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hält bis mindestens März 2017 an ihrem Anleihe-Kaufprogramm im Volumen von 80 Mrd. EUR pro Monat fest. Erstmals brachte EZB-Präsident Mario Draghi am Donnerstag nach der Sitzung des EZB-Rates Veränderungen ins Gespräch. An der aktuellen Geldpolitik könne „nicht ewig“ festgehalten werden. Gleichzeitig betonte er, dass eine Erhöhung des derzeit bei Null liegenden Leitzinses aktuell kein Thema sei. Er würde für längere Zeit „und weit über das Anleiheprogramm hinaus auf dem aktuellen Niveau oder darunter bleiben“.

Frühestens Anfang Dezember will die EZB erläutern, wie sie ab März mit ihrem Anleihe-Programm weiter verfährt. „Ein abruptes Ende des Programms ist unwahrscheinlich“, sagte der Italiener. Beobachter hatten zuletzt vermutet, die EZB werde über ein allmähliches Abschmelzen der Anleihekäufe nachdenken.

Draghi ließ durchblicken, dass er das Niveau beibehalten werde, sollte sich die Inflationsrate nicht erkennbar auf die angepeilte Marke von knapp 2 Prozent zu bewegen. Er rechnet nur mit einer allmählich höheren Preissteigerungsrate. In Deutschland lag sie im September bei 0,7 Prozent, in der Eurozone bei 0,4 Prozent.

Mit der Politik des billigen Geldes soll die Vergabe neuer Kredite und damit auch Investitionen erleichtert werden, die auch dem Arbeitsmarkt zugute kommen. Draghi betonte erneut, die Maßnahmen wirkten. otr

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21.10.2016, 06:00 Uhr

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