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Oper

Drei Ideen für die Ersatzspielstätte

Als Spielort während der Sanierung des Opernhauses in Stuttgart ist auch ein Neubau im Gespräch.

15.11.2016
  • DPA

Stuttgart. Auf der Suche nach einer Ersatzspielstätte für Stuttgarts Oper und Ballett während der mehrjährigen Sanierung des 100 Jahre alten Opernhauses sollen drei Ideen näher geprüft werden. Darauf hat sich der Verwaltungsrat der Staatstheater Stuttgart am Montag geeinigt, wie Oberbürgermeister Fritz Kuhn am Montagabend mitteilte. Alle drei möglichen Standorte würden nun auf Kriterien wie Funktionalität, Kosten, Nachhaltigkeit, Verfügbarkeit, Erreichbarkeit und die Akzeptanz durch das Publikum unter die Lupe genommen.

Neben einem reinen Interimsbau in der Nähe des VfB-Stadions ist auch ein Neubau auf dem Gelände des Tiefbahnhofsprojekts Stuttgart 21 im Gespräch, der nach dem Auszug von Oper und Ballett als Philharmonie genutzt werden könnte. Bis zur nächsten Sitzung des Verwaltungsrates am 24. April soll der Interimsbedarf geklärt sein und eine Bewertung der drei Standorte vorgenommen werden.

Dritter möglicher Standort ist ein ehemaliges Paketpostamt im Stuttgarter Norden. Jeder Standort habe so seine Stärken, sagte Oberbürgermeister Kuhn. Während der Sanierung des Schauspielhauses vor einiger Zeit war dieses für ein Jahr in einer einstigen Mercedes-Niederlassung untergebracht.

Der Theaterbau im Herzen der Landeshauptstadt muss dringend saniert werden. Das Gesamtpaket der Generalsanierung ist mit rund 400 Millionen Euro veranschlagt. Sanierung und Erweiterung der Oper im Schlossgarten sollen nach 2025 abgeschlossen sein.

Pro Jahr gibt es in dem Musentempel mit seinen 1400 Plätzen rund 160 Opern- und 80 Ballettaufführungen. Der geschäftsführende Intendant der Staatstheater, Marc-Oliver Hendriks, warnte vor Einbußen in Millionenhöhe während der vermutlich drei- bis fünfjährigen Schließung des Stammhauses, sollte es keinen geeigneten neuen Spielort geben.

Auf „grün“ stehen laut Oberbürgermeister Fritz Kuhn inzwischen alle anderen Sanierungsfelder. Nach langem Ringen hatte der Verwaltungsrat im Sommer bereits den Neubau eines Kulissengebäudes beschlossen. Zudem wird eine Seitenfassade des denkmalgeschützten Altbaus in Richtung des benachbarten Landtagsgebäudes versetzt. Das ist notwendig, um Platz für den Einbau einer Kreuzbühne zu schaffen.

Die Württembergischen Staatstheater gelten als das weltweit größte Dreispartenhaus. Das Opernhaus beherbergt neben der unlängst zum „Opernhaus des Jahres“ gekürten Staatsoper Stuttgart nicht zuletzt auch die renommierte Ballettcompagnie von Reid Anderson. Die dritte Sparte neben Oper und Ballett ist das Schauspiel in einem eigenen Bau nebenan. dpa

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15.11.2016, 06:00 Uhr

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