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Baby ertrunken

Dreieinhalb Jahre Haft für Mutter

Weil sie ihr Neugeborenes in der Badewanne ertrinken ließ, hat das Landgericht Gera eine Mutter zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Es sprach die 30-Jährige gestern des Totschlags schuldig, allerdings in einem minderschweren Fall.

13.11.2015
  • DPA

Gera Die Frau habe das Kind ins Wasser gelassen und gewusst, dass es sterben würde, sagte Richter Gerhard Rassier. Das Gericht erkannte an, dass die Frau seelisch überfordert war und unter einer posttraumatischen Belastungsstörung litt. Das hatte eine Psychiaterin ihr in einem Gutachten bescheinigt.

Fünf Jahre Haft hatte die Staatsanwaltschaft für die jetzt 30-jährige Frau aus Altenburg in Thüringen gefordert. Das Baby sei gesund gewesen, die Frau habe es zu Hause in der Badewanne ertrinken lassen, nachdem sie es dort zur Welt gebracht hatte, sagte Oberstaatsanwalt Ralf Mohrmann vor dem Landgericht Gera. Er hatte auf eine Verurteilung wegen Totschlags in einem minderschweren Fall plädiert.

Die Frau schilderte den Tod des Babys als Unfall. Sie sei während der Geburt bewusstlos geworden. In ihrem Schlusswort sagte sie: "Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich heute alles anders machen." Ihre Verteidigerin Ines Kreisel sprach von einer "besonderen psychischen Ausnahmesituation". Sie hatte zwei Jahre Haft beantragt, die zur Bewährung ausgesetzt werden sollten.

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13.11.2015, 12:00 Uhr

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