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Schon seit Jahren eine Clique: Die Kinder der Familien Ludwig und Tachtsidis

Drillings-Abi im Doppelpack

Drillinge? Selten. Drillinge im Doppelpack? Extrem selten. Aber möglich: Lena, Max, Tim, Maria, Achilleas und Christos machen zusammen ihr Abi.

28.04.2016
  • JOHANNES IHLE

Schnaitheim. Als Lena, Max und Tim Ludwig im November 1997 geboren wurden, war es die erste Drillingsgeburt seit fünf Jahren in der Stadt. Doch dann kam nur zwei Monate später das nächste Baby-Trio mit Maria, Achilleas und Christos Tachtsidis. Seit diesem Zeitpunkt gehen die sechs Drillinge auch gemeinsam durchs Leben, denn ihre Eltern waren schon vor dem Drillings-Doppelpack befreundet.

Ab der ersten Klasse in der Hirscheckschule Schnaitheim gingen die sechs Kinder auch schulisch den gleichen Weg - und als sie geschlossen auf das Hellenstein-Gymnasium in Heidenheim wechselten, kamen die sechs Drillinge auch noch in die gleiche Klasse.

Zu Beginn haben die Sechs fast jeden Tag gemeinsam etwas unternommen, schließlich wohnen sie in Schnaitheim nur einen Steinwurf voneinander entfernt. Einen Anführer gab es nie, alle entschieden gemeinsam. Auch Unterschiede zwischen Mädchen und Jungs gab es nie. Das ist bis heute so geblieben.

Hat das Leben als Drillinge Vorteile? Alle sind sich einig, dass man sich schneller ergänzen kann: Wo einer nicht weiter weiß, hat ein anderer Rat - sei es in der Schule oder im Privatleben. Und Nachteile? "Schwänzen war nicht so einfach, denn wenn alle fehlen, fällt das doch auf", sagte Maria. Da lachen alle.

Längst hat sich der Freundeskreis erweitert, wird nicht immer alles zu sechst gemacht. Und auch was die Wahl der Lieblingsfächer angeht, unterscheiden sich die Drillinge: Bei den Ludwigs ist die Wirtschaft Favorit, die Tachtsidis-Drillinge entschieden sich für Geschichte und Biologie. Bei den Noten wird dann doch wieder das Klischee bedient: Alle liegen in etwa gleichauf.

Auch privat teilen die Abiturienten viele Interessen: Gemeinsam geht es ins Stadion zum FCH, die Jungs treffen sich zum Fußballspielen oder zum Zocken an der Konsole, die Mädels quatschen gemeinsam. Größere Streitereien, sowohl in der Gruppe als auch unter den Geschwistern, gab und gibt es kaum. Völlig unzertrennlich sind auch die Sechs nicht, und im Fall des Falles "taten die Pausen ganz gut", betont Christos. Trotz gleichen Alters, trotz gleicher Hobbys und gleicher Schullaufbahn: Verglichen wurden und werden die beiden Drillinge und ihre Familien so gut wie nie - eher werden unter den Geschwistern Vergleiche gezogen. Das Sextett geht aber entspannt damit um. Wie ein Ei dem anderen gleichen sich die Drillinge auch nicht: Die beiden Ludwig-Brüder sehen sich sehr ähnlich, Lena fällt etwas aus der Reihe. Bei dem Tachtsidis-Trio sieht man bei allen eine klare Verbindung.

Nun gehen die zwölf gemeinsamen Schuljahre zu Ende. Wie es nach der langen Sommerpause weitergehen soll, wissen die Ludwig-Drillinge schon: Lena und Max werden Wirtschaftsingenieurwesen studieren, Tim Maschinenbau - alle übrigens an der Dualen Hochschule Heidenheim. Maria, Achilleas und Christos haben noch keine konkreten Pläne. Es soll ins Soziale oder in die Wirtschaft gehen. Ihre gewohnte Umgebung wollen auch die Tachtsidis-Drillinge nicht verlassen. Wie ihre drei Freunde.

Zunächst wollen die Teenager aber nach den bereits überstandenen schriftlichen Abiturprüfungen ihre freie Zeit genießen, ehe für alle noch die letzten Arbeiten in den Nebenfächern anstehen. Dann heißt es Schluss mit Schule, nur Tim und Max müssen noch eine mündliche Prüfung ablegen. Für die Tachtsidis-Drillinge geht es später drei Wochen nach Griechenland. Ansonsten? Hier noch Vorpraktika, dort noch Ferienarbeit. Der kommende Sommer steht bei allen unter dem Motto Wiedersehen.

Die Ludwigs werden vor Studienbeginn in die USA reisen und ihre ehemaligen Gastfamilien besuchen. Im Schuljahr 2013/14 gingen die drei schon einmal getrennte Wege und absolvierten ein Auslandsjahr. "In dieser Zeit konnten wir nur skypen. Erst bei der Rückreise trafen wir uns am Flughafen wieder", erzählte Tim.

Wohin die Wege im Herbst auch führen werden - dass sie den Kontakt halten werden, ist den sechs Drillingen klar. "Man kann sich immer auf die anderen verlassen", so Lena. Und nach 18 Jahren gibt es die Freunde und Geschwister nur im Sixpack.

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28.04.2016, 06:00 Uhr

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