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Dudamel führt mit Elan ins neue Jahr
Gustavo Dudamel gestern im Wiener Musikverein. Foto: DIETER NAGL/afp
Klassik

Dudamel führt mit Elan ins neue Jahr

Der 35-jährige Dirigent findet die Wiener Philharmoniker perfekt. Sein Latino-Feuer tut dem Neujahrskonzert gut.

02.01.2017
  • DPA

Wien. Mit südamerikanischem Feuer haben Gustavo Dudamel und die Wiener Philharmoniker das Jahr 2017 eingeläutet. Der 35-jährige Venezolaner hauchte dem Neujahrskonzert im Musikverein Wien am Sonntag frischen Wind ein. Dabei standen wie jedes Jahr Stücke der Strauß-Dynastie im Mittelpunkt. Sieben Werke wurden zum ersten Mal beim Neujahrskonzert gespielt – mit oftmals besonders viel Temperament. Im bunten Blumenmeer des glanzvoll dekorierten Saals versteckten sich Südfrüchte wie Ananas und Zitronen.

Maestro Dudamel, der aus einer Musikerfamilie stammt und selbst Geige spielt, ist mit seinen 35 Jahren der bei weitem jüngste Dirigent der Veranstaltung. Er wolle vor allem Spaß haben und nicht zu viel verändern, sagte er im Vorfeld. Die Suppe, die das Orchester koche, sei perfekt. Er wolle sie nur etwas stärker würzen mit etwas „Latino-Feuer“. Das gelang. Der Dirigent sprang bei einigen Passagen von Walzer, Polka und Galopp vor Enthusiasmus hoch und hatte stets ein breites Lächeln im Gesicht. Das Wiener Staatsopernballett führte in Einspielungen in die Hermesvilla. Die Leidenschaft für die Musik übertrug sich auch auf das Publikum, das auf das obligatorische „Prosit Neujahr!“ des Orchesters wartete. Neben der gewohnt beschwingten Strauß-Musik gab es Stücke von Franz Lehár, Émile Waldteufel und Franz von Suppé. Nach einem turbulenten Jahr 2016 sollten Hoffnung und Optimismus übertragen werden. So beantwortete den Walzer „Mephistos Höllenrufe“ die Polka „So ängstlich sind wir nicht“, beide von Johann Strauß (Sohn).

Das Konzert zum 175-Jährigen der Philharmoniker in neuer, von Vivienne Westwood und ihrem österreichischen Ehemann Andreas Kronthaler entworfener Kleidung wurde in mehr als 90 Länder übertragen und von mehr als 50 Millionen TV-Zuschauern verfolgt. Auch 40 Radiostationen sendeten live. Im Publikum saßen der ehemalige österreichische Bundespräsident Heinz Fischer und die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen.

Im kommenden Jahr setzt das Orchester wieder auf Altbewährtes: Riccardo Muti (75) soll 2018 das Neujahrskonzert im Wiener Msukverein dirigieren. dpa

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02.01.2017, 06:00 Uhr

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