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Die Steuern sprudeln weiter

Dußlingen plant mit neuen Bau- und Gewerbegebieten im Haushalts-Entwurf für 2015

Die Finanzen Dußlingen werden 2015 vorrangig damit gebunden sein, bereits angestoßene Projekte zu realisieren. Das Haushaltsvolumen an der Steinlach wird dabei ein neues Rekordhoch erreichen.

04.12.2014
  • Eike Freese

Dußlingen. Es sind vor allem die langfristigen Großprojekte, die in Dußlingen auch das Haushaltsjahr 2015 prägen werden. Allen voran die Doppelhalle für Sport und Kultur, die bereits zu rund einem Drittel finanziert ist und deren erster Spatenstich im Sommer erfolgen soll. Absehbar werden sich hier die Baukosten erhöhen: Bürgermeister Thomas Hölsch rechnete gestern dem TAGBLATT gegenüber vor, dass er mittlerweile von rund neun Millionen Euro (zu Beginn: rund acht Millionen) für das Projekt ausgeht: „Die niedrigen Zinsen sorgen für viel Arbeit für die Firmen und damit auch für steigende Preise.“ Zudem seien gerade regionale Unternehmen aufgrund des Hagel-Unwetters noch immer stark ausgelastet mit Aufträgen. In den vergangenen Jahren hätten sich die Baukosten um bis zu einem Fünftel erhöht, so Hölsch. Inzwischen ist das Gebiet rund um die Halle auch in den Förderrahmen des Landes aufgenommen.

Die rund 2,5 Millionen Euro, die für die Halle in 2015 fällig werden, gliedern sich ein in ein Dußlinger Gesamt-Haushaltsvolumen von knapp 26 Millionen Euro. Mit einem Zuwachs von gut sieben Prozent toppt der aktuelle Haushaltsplan noch einmal den laufenden Rekordhaushalt von 2014.

Neu aufnehmen in das Finanzkonzept, das die Verwaltung am gestrigen Donnerstagabend dem Gemeinderat vorlegte, will Hölsch zudem neue Baugebiete, deren Ausstattung mit rund 500 000 Euro zu Buche schlägt – und ein neues Gewerbegebiet an der B 27, das initial rund 220 000 Euro kosten könnte (siehe Info-Box).

Zudem plant die Verwaltung, mit einem neuen Wohnhaus für sozial Bedürftige den absehbaren Andrang von Asylsuchenden und den Bedarf an Wohnraum für Obdachlose und Leute mit wenig Geld abzufedern (siehe Artikel links).

Weniger ins Geld indes geht im neuen Jahr voraussichtlich der Straßenbau. Zwar wird, wie Kämmerer Fritz Rall witzelt, „Dußlingen im kommenden Jahr so ziemlich komplett umgegraben“ – doch die Maßnahmen sind bereits alle vom Gemeinderat abgesegnet und im laufenden Geschäftsjahr abgegolten.

Finanziert werden sollen diese und andere Vorhaben vor allem mit nach Prognose der Kämmerei weiter leicht steigenden Einkommensteuer-Einnahmen (um 100 000 auf 2,7 Millionen Euro), mit Gewerbesteuergeld (1,8 Millionen) und leicht steigenden Zuweisungen vom Land (2,2 Millionen). Die Haupt-Ausgabenposten, der Finanzausgleich ans Land und die Kreisumlage, steigen leicht auf 1,25 Millionen und 1,75 Millionen Euro.

Keine höheren Steuern geplant

Die Gemeindeverwaltung will zur Finanzierung ihrer Aufgaben weiter keine Darlehen aufnehmen. Auch Steuererhöhungen schließt Bürgermeister Thomas Hölsch derzeit aus, wenn auch hauptsächlich mit dem Verweis auf einen voraussichtlich wenig motivierten Gemeinderat. „Es ist immer schwer vermittelbar, Steuern erhöhen zu wollen, wenn es gut läuft“, sagt Hölsch. Bei weiter steigenden Personalausgaben aber, findet er, müssten sich auch die Gemeinderäte „irgendwann mit dem Thema auseinandersetzen, woher das Geld kommen soll“.

Diese Personalkosten werden im Jahr 2015 nämlich wieder einen auffällig großen Posten im Haushalt einnehmen. Grund ist hier unter anderem der Ausbau von Kinder-, Jugend- und Schulangeboten. Allein die neue Kinderkrippe am Rathausplatz verschlingt mit 4,5 Stellen viel, zudem wird die Hort-Betreuung ausgebaut.

In den kommenden Wochen werden sich die Mitglieder des Gemeinderats über die Pläne der Verwaltung beugen und eigene Vorstellungen einbringen. Bereits am kommenden Donnerstag, 11. Dezember, gibt es bei der abendlichen Gemeinderatssitzung eine erste öffentliche Vorberatung.

Rund 4,5 Hektar groß soll ein neues Gewerbegebiet werden, das die Dußlinger Gemeindeverwaltung direkt östlich der B 27 im Dußlinger Norden erschließen will. Vermarkten kann das Rathaus die Fläche allerdings erst, wenn der Regionalplan inkraft getreten ist, der schon seit geraumer Zeit zur Bewilligung beim Wirtschaftsministerium liegt. Sorgen um mangelndes Interesse für die Flächen macht sich Kämmerer Fritz Rall nicht: Die Lage sei verkehrsgünstig, zudem wolle die Gemeindeverwaltung weniger einschränkende Auflagen machen als sie etwa Interessenten für den Gewerbepark Unipro vorgegeben sind.

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04.12.2014, 12:00 Uhr

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