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Höhere Belastung an der B 27

Dußlinger Feuerwehrleute bekommen mehr Geld

Erwartbar mehr Arbeit in den kommenden Jahren: Auch das Entgeld der Feuerwehrleute in Dußlingen wird angehoben. Am Samstag war Hauptübung.

24.09.2012
  • Eike Freese

Dußlingen. Genug produzierendes Gewerbe vor Ort, eine B 27, die mit dem bald fertiggestellten Tunnel einer ganz eigenen Überwachung bedarf, und ein neues, großes Feuerwehrhaus: Unterfordert werden sich die Freiwilligen der Dußlinger Feuerwehr künftig vermutlich kaum vorkommen. Was Bürgermeister Thomas Hölsch am vergangenen Donnerstag im Gemeinderat „eine erkennbare künftige Mehrbelastung“ nannte, ist ein Grund dafür, dass die finanzielle Entschädigung der rund 40 Feuerwehrleute an der Hechinger Straße jetzt angehoben wird. Seit fast 20 Jahren stagnieren die Sätze. Zahlreiche Gemeinden der Region haben die Zahlungen bereits erhöht.

Von Januar kommenden Jahres an bekommen nun auch Dußlinger Feuerwehrleute mehr Geld. Von neun auf zwölf Euro pro Stunde wird die Einsatz-Entschädigung angehoben. Auch die Zahlungen für Fortbildungen und die Schmutzzulage werden erhöht. Deutlich steigen die Zusatz-Entschädigungen für Kommandanten (auf 600 Euro), Stellvertreter (300 Euro), Atemschutz-, Jugend- (jeweils 300 Euro) und Gerätewarte (936 Euro). Der Gemeinderat winkte die von Rathaus und Feuerwehr ausgehandelten Tarife am Donnerstag diskussionslos und einstimmig durch – und sparte dabei nicht mit Anerkennung für die Arbeit der Retter in den roten Autos.

Die konnten am Samstag gleich mal zeigen, was sie können: Der Dußlinger Autoteile-Zulieferer Hähl stand im Zentrum der regelmäßigen Hauptübung. Rund 35 Freiwillige probten den Ernstfall an der Tübinger Straße: Eine Kühlwasserpumpe gerät in Brand und droht, den Bau mit den Kunststoffen im Lager des 86-Mitarbeiter-Betriebs zu entzünden. „Unsere Kunden verlangen von uns dieses Risiko-Management“, erklärte Hähl-Geschäftsführer Jürgen Mangold. „Daimler und VW haben kein Interesse, dass bei ihnen die Fließbänder stillstehen, weil in Dußlingen ein Betrieb abgebrannt ist.“

Kommandant Frank Klett und Stellvertreter Sven Laichinger leiteten die erste große Übung nach der Sommerpause mit sechs Fahrzeugen im Einsatz. „Fiktive Feuer ,sieht‘ logischerweise jeder Feuerwehrmann anders“, sagte Laichinger am Firmengelände. „Es ist selbstverständlich, dass wir uns regelmäßig mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut machen.“

Dußlinger Feuerwehrleute bekommen mehr Geld
Eingeschränkte Sicht – und Frischluftzufuhr sieht auch anders aus: Dußlinger Feuerwehrleute simulierten am Samstag den Ernstfall beim Autoteile-Zulieferer Hähl. Weil manche empfindliche Ware nicht eingenebelt werden durfte, mussten gelbe Säcke die üblichen Nebel zumindest im Erdgeschoss ersetzen.

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24.09.2012, 12:00 Uhr

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