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EU pocht auf Autos ohne Schadstoffe
Solche Bilder sollen nach dem Willen der EU bis zum Jahr 2030 rar werden.Foto: dpa Foto: dpa
Umweltschutz

EU pocht auf Autos ohne Schadstoffe

Brüssel möchte bis zum Jahr 2030 die Klimagase drastisch reduzieren. Ein Thema dabei sind E-Autos.

24.04.2017
  • DPA

Brüssel. Die ab 2021 in der Europäischen Union geplanten neuen Abgas-Grenzwerte für Autos sollen „ehrgeizig“ werden. Dies kündigte EU-Vizekommissionspräsident Maros Sefcovic in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur zum Start der Hannover Messe an. Die EU will zudem Geld für Ladestationen für Elektro- und Brennstoffautos locker machen. Beides soll sauberer Technik zum Durchbruch verhelfen, um die EU-Klimaziele zu erreichen und dicke Luft in Städten zu verbessen.

Sefcovic will Ende Mai ein Maßnahmenpaket für umweltfreundlichen Verkehr präsentieren. „17 Prozent der Klimagase der EU stammen aus dem Straßenverkehr, und jährlich sterben 450 000 Europäer vorzeitig wegen schlechter Luft“, sagte der Slowake, der in der EU-Kommission für Energiefragen zuständig ist. „Das ist ein klarer Hinweis, dass wir etwas tun müssen.“ Unabhängig davon sei es „für die Autoindustrie und für Europa sehr wichtig, dass hier die besten Autos der Welt gebaut werden – die saubersten, sichersten und effizientesten.“

China mache große Fortschritte bei E-Autos. Dagegen habe der Erfolg der europäischen Autobauer beim Verbrennungsmotor „dazu verleitet, anzunehmen, dass wir bei Technologien wie Brennstoffzellen oder E-Autos nicht ganz so stark sein müssen“, sagte Sefcovic. Das ändere sich nun. Der VW-Skandal habe das Umdenken beschleunigt. Sobald sich emissionsfreie Autos durchsetzten, habe sich das Thema erledigt. „Wir müssen sicherstellen, dass der Anteil schadstofffreier Autos Schritt für Schritt wächst und bis 2030 einen erheblichen Teil der Flotte ausmacht“, meinte Sefcovic. Die finanzielle Unterstützung für den Aufbau von Ladestationen solle rasch fließen. „Die Lösungsvorschläge müssen wir schon dieses Jahr machen.“ Erwogen wird laut Sefcovic eine Finanzierung mit Hilfe der Europäischen Investitionsbank und mit EU-Einnahmen aus dem Emissionshandel. Die nötigste Infrastruktur an alternativen „Tankstellen“ entlang der großen transeuropäischen Strecken würde nach seinen Worten rund 1,5 Mrd. EUR kosten. dpa

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24.04.2017, 06:00 Uhr

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