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Echte Frauen haben Kurven

Ein filmisches Mittel gegen Magersucht, Orangenhaut und Schwangerschaftsstreifen.

Ein filmisches Mittel gegen Magersucht, Orangenhaut und Schwangerschaftsstreifen.

REAL WOMEN HAVE CURVES
USA

Regie: Patricia Cardoso
Mit: America Ferrera,Lupe Ontiveros,Ingrid Oliu

- ab 0 Jahren

Tagblatt-Wertung

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Film bewerten

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24.11.2015
  • ust

Erst wenn mal wieder echte Frauen aus Fleisch und Blut auf der Leinwand auftauchen, merkt man, dass solche Wesen im Kino rarer sind als Klingonen. Zum Auftakt des Filmfestes von Terre des Femmes „Einblicke in Frauenwelten“ kommt dieser Film also gerade richtig. Seine Protagonistin, die 18-jährige Ana (glänzend gespielt von America Ferrera), ist eine Botschafterin eines anderen Kinoplaneten. Sie ist selbstbewusst, lebenshungrig, begabt, und sie ist rund. Ihre Mutter nennt es „fett“. Dass die Mutter noch runder ist, tut nichts zur Sache, denn sie hat ja schon einen Mann. Mutter will Ana auf genau die Rollen einschwören, die sie selber ausfüllt und unter denen sie, wie es manchmal hervorblitzt, auch leidet: Hausfrau, Mutter und Arbeiterin.

Der Film spielt im amerikanischen Einwanderer-Milieu. Einer Mexikanerin in Los Angeles bleibt auch nur wenig Wahl. Doch für eine Latina-Zukunft scheint Ana eine glatte Fehlbesetzung zu sein. Regisseurin Patricia Cordoso inszeniert diese Geschichte ohne Aufklärungspathos und ohne feministisches Agitprop. Leicht wäre es gewesen, Anas Mutter, die wenig Verständnis für die Wünsche und Vorstellungen ihrer Tochter zeigt, zu denunzieren. Doch trotz ihres angestaubten Frauenbildes behält auch sie sympathische Züge. Geradezu rührend, wie sie sich einredet schwanger zu sein und nicht wahrhaben will, dass es kein Kind, sondern die Menopause ist.

Wie jeder Frauenfilm der anderen Art hat auch „Real women have curves“ seine Solidarisierungs-Schlüsselszene. Wenn die Arbeiterinnen der Näherei zwar nicht ihre Fesseln, jedoch ihre Kleider abwerfen, Speckrolle an Speckrolle halten, auf Schwangerschaftsstreifen und Orangenhaut pfeifen, ist das ein schöner, befreiender Akt. Gut, es gibt schon „Muriels Hochzeit“ oder den „Gesang der Meerjungfrauen“ und viele andere Mutmacherinnen-Filme, aber es kann gar nicht genug Bilder dieser anderen Frauen-Art im Kino geben. Als Gegenmittel zu all den blutleeren Geschöpfen, die spielen, sie seien Frauen.

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24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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08.03.2005

12:00 Uhr

no_name schrieb:

niemand der dick ist oder kurven hat wird anerkannt immer wieder hört mann "pummelchen""mops" oder "fette sau" für frauen die eine ähnliche figur wie ein grashalm haben bekommen schöne kleidung, dünne können sich fotografhieren lassen und sie müssen sich nicht schämen! mitlerweile zwingt mich mein freund zu essen obwohl ich nicht will "du bist zu dünn,iss was.füher hast du mir bessergefallen." ich hasse meinen körper und das essen ist das einzige wo ich die absolute macht habe (derzeitiges gewicht: 40 kg auf 1,70 m) so fühl ich mich wohl nur akzeptiert niemand meine meinung erst ist mann zu dick dann zu dünn....



28.05.2004

12:00 Uhr

maldita schrieb:

an alle Männer: das ist kein Frauenfilm, sondern einfach eine nette Geschichte von einem etwas dicklichem, aber nicht unantrakktiven jungen Mädchen, dass sich von seiner Familie emanzipiert. Dabei werden soziale Probleme mexikanischer Einwandererfamilien in den USA nicht ausgeblendet, aber auch nicht überstrapaziert, sondern teilweise sogar konterkariert. Alles in allem ein netter Wohlfühlfilm, der mehr ist als eine Therapie für "fette" Frauen!



22.05.2004

12:00 Uhr

Vogelh schrieb:

Es wird Zeit, dem Schönheitsideal der Klappergestelle ein Ende zu bereiten. Wie ermutigend ist da dieser Film. Die Schönheit einer Frau steckt wohl am allerwenigsten in ihrer Figur. Aber um ihren Leib zu genießen, braucht Frau auch einen. Außerdem gut nachvollziehbare Charaktere und Menscheleien.



16.04.2004

12:00 Uhr

Timo schrieb:

Das ist halt ein Film den man wegen dieser Message toll finden soll und gegen die Message habe ich auch nichts!!!! Aber: der Film war langatmig, obwohl super kurz; der Film hatte keinerlei Höhepunkte; alles was passiert ist, war total vorhersehbar und es ist ja nun wirklich nicht so, als ob man sowas (mit austauschbarem Aussenseitertum) nicht schonmal gesehen hätte..



16.04.2004

12:00 Uhr

dnz schrieb:

hab ihn in der sneak gesehen ... bzw die ersten 15m. selten so einen schlechten film gesehen. sind dann raus. war nicht zu ertragen



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