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Eden

Schöne Hommage an das Kochen als Kunst der Verfeinerung des Lebens.

Schöne Hommage an das Kochen als Kunst der Verfeinerung des Lebens.

EDEN
Deutschland

Regie: Michael Hofmann
Mit: Josef Ostendorf, Charlotte Roche, Devid Striesow, Max Rüdlinger

- ab 12 Jahren

Tagblatt-Wertung

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24.11.2015
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Gregor (Josef Ostendorf), 137 Kilo schwer, hat nur eine Leidenschaft: das Kochen – für sich selbst, für die Gäste seines Edelrestaurants oder einfach nur zum Zeitvertreib. Wenn er einmal nicht in der Küche werkelt, sitzt er im Straßencafé der kleinen Kurstadt und schaut sich schöne, für ihn unerreichbare Frauen an.

Besonders fasziniert ihn Eden (Charlotte Roche), eine junge Kellnerin mit behinderter Tochter und einem Simpel von Ehemann, der gleich nebenan für betagte Kurgäste den Animieraffen macht.

Man kommt schleppend ins Gespräch, doch als der so geniale wie schüchterne Koch zu Töchterleins Geburtstag selbst gemachtes Konfekt vorbeibringt, ist es um Edens Kontenance geschehen. „Am liebsten würde ich mit dir schlafen und gleichzeitig diese Pralinen essen – das wäre ein doppelter Orgasmus“, flüstert sie ihrem Gatten ins Ohr.

Das hat Folgen. Immer dienstags, wenn Männe mit seinen Kumpeln heimlich ins Striplokal geht, treffen sich Eden und Gregor zum Kochen, Essen, Plaudern, Lachen, und plötzlich scheint beider Durchschnittsleben vom Glück geküsst. Doch obwohl sich die Erotik aufs Kulinarische beschränkt, hebt im Städtchen alsbald das Tuscheln an.

Regisseur Michael Hofmann („Sophiiie!“) hat mit „Eden“ ein sehr appetitliches Drei-Gänge-Menü angerichtet. Der Film beginnt als märchenhafte Romanze, in der zwei verkümmerte Seelen ihre Verwandtschaft entdecken, die weit über die Freude am guten Essen hinausreicht. Dem Paradies folgt die gewaltsame Vertreibung daraus, die Hofmann als rüdes Kleinstadt-Drama nach klassischem Strickmuster inszeniert. Zum Schluss gibt’s dann noch ein zuckersüßes Dessert.

Für durchgängige Würze sorgen aber vor allem die beiden kaum Kino-bekannten Hauptdarsteller, die mit reduziert präzisem Spiel das unschuldigste und zugleich geheimnisvollste Liebespaar dieses Kinojahres abgeben

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24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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