Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Arbeiten dreier Künstler aus der Ukraine im Kunstamt

Ein Band vom Dnjepr zum Neckar

Kunst ist so unterschiedlich wie ihre Künstler. Das gilt auch für die aktuelle Ausstellung dreier Künstler aus der Ukraine im Kunstamt. Allerdings ist Kunst in der Ukraine anders unterschiedlich als Kunst in Deutschland. Auch das zeigt die Ausstellung.

19.07.2012

Tübingen. Die Schau ist der Höhepunkt der deutsch-ukrainischen Kulturtage, die eine Künstlergruppe aus dem Kunstamt, die „Kulturtschuk“-Initiative, und die West-Ost-Gesellschaft organisiert. Die Ausstellung erfordere einen anderen Blick, es gelte, sich mit ganz anderen Hintergründen und Einflüssen auseinanderzusetzen als bei hiesigen Künstlern, sagte Kustos Peter Krullis zur Eröffnung. Anna Arlamova, Initiatorin und Motor des Kulturaustauschs mit der Ukraine, wies darauf hin, dass die drei Künstler drei verschiedenen Generationen angehören.

Im Erdgeschoss stellt mit Aleksandr Cherepanov ein Künstler der älteren Generation aus, 1945 geboren. Er zeigt neben ruhigen Landschaftsaquarellen vom Dnjepr und vom Schwarzen Meer auch Grafiken, die Probleme der aktuellen Situation der Ukraine darstellen. Dabei schuf er früher als Staatskünstler monumentale Kunstwerke. Heute lebt er als freier Künstler und arbeitet als Dozent an der Hochschule von Krementschuk.

Vor den grauen Betonwänden des Tresorraums leuchten die Fotografien von Valentina Kramarenko in brillanter Farbigkeit. Bilder wie Fenster in eine andere Welt, kleine herausgehobene Eindrücke aus dem Alltag und Kulturleben ihrer Heimatstadt Krementschuk, alle dominiert von der Farbe Blau. Kramarenko hat die Theaterkunstschule in Odessa und später eine pädagogische Ausbildung absolviert. Die Mittvierzigerin arbeitet heute als Kunstpädagogin und Designerin.

Viktor Daysun, der jüngste der drei Künstler, präsentiert seine abstrakten Gemälde im oberen Teil der Treppenhausgalerie. Abstraktion war zu Sowjetzeiten verboten und ist auch heute noch in der Ukraine eher selten anzutreffen. Daysun, der in Kiew als freier Künstler lebt und arbeitet, sieht sich daher öfter gedrängt, seine Werke zu „erklären“.

Alle drei Künstler suchen die Anregung und den Austausch mit hiesigen Künstlern – am liebsten auch dauerhaft. Ein Freundschaftsband vom Neckar zum Dnjepr hat Kramarenko symbolisch im Tresorraum installiert und Cherepanov wirbt für einen Austausch seiner Studenten mit Tübinger Studierenden.

st

Info: Noch heute, morgen und übermorgen von 14 bis 19 Uhr im Kunstamt in der Doblerstraße 22.

Ein Band vom Dnjepr zum Neckar
Aleksandr Cherepanov stellt im Erdgeschoss des Kunstamts aus. Bild: Kunstamt

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

19.07.2012, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Wirtschaft im Profil

Die aktuelle Ausgabe unseres Business-Magazins Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball