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Ein Blick in die Grafenstube
Erst seit gut einem Jahr zusammen sind Birgit Heinzelmann und Daniel Wagner, die in der nahenden Fasnetssaison als Gräfin Ita von Toggenburg und Graf Rudolf von Hohenberg eine besonders ehrenvolle Rolle spielen. Bild: Kuball
Fasnet

Ein Blick in die Grafenstube

Was macht das diesjährige Grafenpaar Birgit Heinzelmann und Daniel Wagner, wenn es gerade nicht das Narrenvolk regiert? Wir fragten nach.

03.01.2017
  • Dunja Bernhard

Hier haben wir gesessen“, erzählt Birgit Heinzelmann. Am Esstisch in Daniel Wagners Wohnung in Ahldorf unter dem überdimensionalen Foto von den Stoibrechern. Als es an einem Freitagabend Mitte Oktober klingelte, stand nicht der erwartete Kumpel Peter Schäfer von gegenüber vor der Tür, sondern es waren der Horber Zunftmeister Eckard Bukenberger und sein Vize Christoph Van Riesen. Mit einem Blumenstrauß und einer Kiste Bier. Er habe gleich gewusst, worum es ging, sagt Wagner. „Aus der Nummer kommen wir nicht mehr raus“, habe er gedacht.

Der Narrenrat hatte das Paar zum neuen Grafenpaar auserkoren. Seit dem Sommer habe Bukenberger sie im Blick gehabt, sagt Wagner. Dabei sind Wagner und Heinzelmann erst seit gut einem halben Jahr zusammen. Gerade deswegen, habe der Zunftmeister gesagt. So war die Überraschung für viele Fasnetsfreunde besonders groß.

Um es besonders spannend zu machen, mischten sich Heinzelmann und Wagner bei der Fasnetseröffnung am 12. November im Steinhaus am frühen Abend noch unters Volk. Der künftige Graf servierte der Presse sogar noch Speis und Trank.

Als Wagner und Heinzelmann dann als Graf Rudolf von Hohenberg und Gräfin Ita von Toggenburg den Saal betraten, war der Jubel groß. „Das war eine ganz tolle Erfahrung, wie uns alle zujubelten“, sagt die 49-Jährige. Sie habe viele liebevolle Glückwünsche bekommen. Oberbürgermeister Peter Rosenberger war einer der ersten Gratulanten. „Das ist schon eine Ehre, ausgesucht zu werden“, sagt Heinzelmann.

In der Narrenzunft sind die Isenburgerin und der gebürtige Nordstetter schon seit Jahrzehnten. Sie ist bei den Horber Hexen, der 47-Jährige ist ein Stoibrecher und im Narrenrat für die Organisation des Horber Umzugs zuständig. Sie seien mit den Hexen und den Stoibrechern groß geworden, sagt Wagner. „Das ist wie eine große Familie.“ Der „Nordstetter Klubi“, ein beliebter Treff vor und nach Fasnetsumzügen, war im familieneigenen Haus. Bevor das alte Haus einem Mehrfamilienhaus weichen musste, dichtete Wagner zusammen mit seinem Bruder Markus noch ein Abschiedslied. „Die Stoibrecher sind schon mein Leben“, sagt Wagner und schiebt nach: „Zumindest während der Fasnet.“

Begegnet sind sich Wagner und Heinzelmann in den vergangenen Jahren bei Fasnetsveranstaltungen schon öfters. Beim Herbstkonvent des Narrenrings im vorigen Jahr kamen sie sich dann näher. „Das war wie ‚Tausend Mal berührt‘“, erzählt Heinzelmann und spielt auf das Lied von Klaus Lage an. Während der Fasnet zogen die Hexe und der Stoibrecher dann nach den Umzügen zusammen durch die Bars. „Bei uns steckt viel Herzblut in der Fasnet“, sagt Heinzelmann. Es sei schön, dass sie das gleiche Hobby haben.

Wagner ist außerdem eingefleischter Fußballer. Als Jugendlicher spielte er für den SV Mühlen. Über Co-Trainer und Trainer rückte er in den Vorstand auf
und arbeitet am Zusammenschluss der SG Ahldorf-Mühlen mit. Wagner spielt Tennis, fährt Mountainbike und Ski. Außerdem reist er gern, vor allem mit Fußballerkollegen und der Nordstetter Binokelgruppe. Seit diesem Jahr ist seine Partnerin mit dabei. „Jetzt reisen wir zusammen“, sagt er und blickt sie an.

Wagner arbeitet bei Mercedes Benz als Werkstattkoordinator. Heinzelmann ist in Empfingen bei Ceratizit im Einkauf tätig. Sie sei nicht so der Vereinsmensch, sagt sie. Sie trifft sich aber noch regelmäßig mit dem Althexenrat. Außerdem fährt sie Ski.

„Wir kochen gern zusammen“, sagt Heinzelmann. Das sei gleich klar gewesen. „Daniel ist für den Kartoffelsalat zuständig.“ Ansonsten gibt es Hausmannskost oder italienische Pasta.

Die Geselligkeit liege ihnen beiden. Deshalb freuen sie sich auch schon auf die Fasnet. Dieses Mal als Grafenpaar: Eröffnungsball, Schlüsselübergabe mit dem OB, der Große Horber Umzug in der Kutsche und vieles mehr. Das wollen sie in vollen Zügen genießen. „Das wird bestimmt gut“, sind sie sich einig. Die Reden will das Paar selbst schreiben. Tipps holen sie sich bei Hofmarschall Thomas Kreidler.

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03.01.2017, 01:00 Uhr

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