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Baustaub im Musterzimmer

Ein Blick ins unfertige Innere des neuen Hotels an der Blauen Brücke

Bis auf den Schriftzug an der Fassade sieht das Ibis-Hotel an der Blauen Brücke schon fast fertig aus. Innen aber wird noch viel gearbeitet. Eröffnet wird das neue Hotel am 25. Mai – einen Tag vor dem Stocherkahnrennen.

02.04.2016
  • Sabine Lohr

Tübingen. Von den Autos ist nichts zu hören. Sie gleiten unten auf der Straße vorbei, als seien sie allesamt mit Elektromotoren ausgestattet. Die Schallschutzfenster im Musterzimmer des Ibis-Hotels taugen also. Trotzdem ist es ziemlich laut, denn in fast allen Zimmern dröhnen Bautrockner, die Wände und Böden sind zum Teil noch ziemlich feucht. Wo kein solcher Ventilator mehr steht, liegt ein noch zu großer, blauer Teppich aus oder strahlen die Wände in frischem Weiß.

Auf dem Teppich im fast fertig eingerichteten Musterzimmer im ersten Stock – der Blick geht hinüber zum Blauen Turm – ist es entsprechend dreckig. Wer bis hierhin gekommen ist, hat das nicht geschafft, ohne seine Schuhsohlen mit weißem Baustaub zu benetzen. Das Zimmer ist eng. 18 Quadratmeter einschließlich Badezimmer, neben dem ein kleiner Flur in den Raum hinein führt. Das Doppelbett dominiert den Raum, drumherum sind schmale Gänge. Marketing-Direktor Matthias Wohlgemuth und Stefan Rau, der als „General-Manager“ das Hotel leiten wird, zeigen, was die verkleideten Wände verbergen. „Das hier ist etwas für die Damen“, sagt Rau, als er eine der blauen Klappen öffnet. Aus ihr wird ein Regalboden, an der Wand ist ein Schminkspiegel montiert. Die Klappe darunter dient als Kofferablage, die links daneben als Tisch. Einen Schrank gibt es nicht. „Die Gäste bleiben in der Regel ja nicht lange“, sagt Rau.

Über dem Bett hängt ein blaues Bild mit stilisiertem Hölderlinturm und Stocherkahn. Mit dem sind die beiden Führungskräfte der Success Hotel Group aber nicht so richtig glücklich. „Da kommt was anderes hin, ein Bild mit Blick von oben auf einen Stocherkahn, sehr schick, in Kaleidoskop-Optik“, sagt Wohlgemuth. Drei Varianten dieses Bildes wird es geben, insgesamt 126 Stück – für jedes Zimmer eines. 18 der Zimmer sind etwas größer und werden als Familienzimmer vergeben, mit ausklappbarem Extrabett.

Ganz oben, in der sechsten Etage, gibt es außerdem eine Tagungssuite – mit weitem Blick über die Stadt auf der einen Seite und auf die Alb auf der anderen. Die Suite soll sowohl einen großen Tisch bekommen mit Stühlen drumherum, als auch ein Bett. „Wenn die Tagungsgäste weg sind, braucht der Tagungsleiter nur noch ins Bett zu gehen“, sagt Rau. Vielleicht mag er sich vorher aber noch ein Bier gönnen. Das kann er sich – Minibars sind in den Zimmern der Größe wegen nicht vorgesehen – unten in der Lobby holen.

Die umfasst das halbe Erdgeschoss und beherbergt nicht nur die Rezeption, sondern auch einen Pub, der sich vormittags in den Frühstücksraum verwandelt. „Der Pub ist rustikal, aber auch modern. Mit dunklem Holz und Ledermöbeln, aber auch mit mehreren HD-Fernsehern“, sagt Wohlgemuth. Und dass die Bar „die womöglich längste Theke Tübingens“ bekommt. Wie lang sie wird, weiß er nicht genau, aber sie windet sich nach ein paar Metern um zwei Säulen herum.

Auf der anderen Hälfte des Erdgeschosses sind die Küche, Büros, Aufenthaltsräume für Mitarbeiter und Toiletten untergebracht. Darunter gibt es noch einmal Zimmer, mit Blick auf die Bürogebäude hinterm Hotel.

Für den 25. Mai ist die Eröffnungsfeier geplant. Danach wollen Wohlgemuth und Rau die anderen Tübinger Hoteliers zu einer Besichtigung einladen. Sie brauchen, glaubt Wohlgemuth, keine Angst vor der neuen Konkurrenz zu haben. Das Markenhotel mit seinen „dynamischen Preisen“, die sich nach Angebot und Nachfrage richten, werde dazu führen, dass sich der Markt belebt. „In Nagold gab es auch Befürchtungen, dass wir anderen Hotels die Gäste wegnehmen. Aber durch unser Hotel dort gab es nachweislich mehr Übernachtungen in der Stadt als vorher.“

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02.04.2016, 01:00 Uhr

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