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Ein Festival des Lichts in 25 Städten
Erik Mátrais Lichtsäulen weisen in Ditzingen den Weg zur Kirche. Foto: Frank Kleinbach
Kunst

Ein Festival des Lichts in 25 Städten

45 Künstler aus zehn Nationen beleuchten noch bis Sonntag 37 Orte in und um Stuttgart mit vielfältigen Installationen.

06.10.2016
  • CLAUDIA REICHERTER

Stuttgart. Der Ungar Erik Mátrai lässt Säulen aus den steilen Stufen wachsen, die zur Ditzinger Kirche führen. Flüchtig und zerbrechlich wirken diese Pfeiler aus Licht und Nebel, die dem herbstlich frühen Einbruch der Nacht etwas geheimnisvoll Ästhetisches abgewinnen.

Der Japaner Hitoshi Kuriyama wagt sich mit einer Installation aus Glasrohren ins Innere der Stiftskirche Bad Boll: Wie ein Pfeile schleudernder Lichtball blitzt sie über Kanzel, Altar und Kichenbänke hinweg. Der Deutsche Sebastian Hempel lässt mit leuchtenden „Schilfrohren“ in der Murr in Backnang Kunst und Natur ineinander übergehen. Und die junge polnische Künstlerin Karolina Halatek lädt die Besucher am Gerlinger Rathausplatz mit ihrem begehbaren Lichttunnel zum Nachdenken über Nahtoderfahrungen ein.

Das sind nur vier von 37 Arbeiten, die 45 Künstler aus zehn Nationen noch bis Sonntag zwischen 20 und 24 Uhr als Teil eines interkommunalen Lichtkunstfestivals in 25 Städten der Region Stuttgart zeigen – von Herrenberg über Urach bis Hall (Programm im Internet unter www.kulturregion-stuttgart.de).

In der Landeshauptstadt selbst sammelt unter anderem die vom Stuttgarter Pablo Wendel gegründete Gruppe Performance Electrics Energie vom Sternenzelt, Chris Nägele schafft am Bismarckturm buchstäblich „Distanz“, Max Frey illuminiert die Eugenstaffel und eine Lichtleiter von Kurt Laurenz Theinert weist gen Himmel – kein Wunder: Thema sind „Aufstiege“.

Das passe „ganz besonders in unsere Topographie mit der hügeligen Landschaft und den vielen ,Stäffele'“, meint der Ludwigsburger OB und Vorsitzende der „Kulturregion Stuttgart“, Werner Spec. Zugleich stehe es als Metapher fürs Verwirklichen von Träumen und Hoffnungen. Joachim Fleischer, der das logistisch aufwändige Projekt zum 25-Jährigen der „Kulturregion“ kuratierte, betont, die Arbeiten seiner Künstlerkollegen seien „nicht nur hübsch und schön“. Sie sollen wie Künstlergespräche, Konferenzen und die Diskussionsreihe „ÜberLicht“ zur Auseinandersetzung mit dem Mittel Licht anregen. Claudia Reicherter

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06.10.2016, 06:00 Uhr

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