Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Ein Geheimplan, der keiner war
Holger Glandorf reist heute nach Frankreich. Foto: Imago
WM

Ein Geheimplan, der keiner war

Wenig überraschend hat Bundestrainer Sigurdsson Holger Glandorf nachnominiert.

19.01.2017
  • SEBASTIAN SCHMID

Rouen. Die Frage war nicht, ob Holger Glandorf zum deutschen Team stoßen wird, sondern wann? Das Vorhaben von Handball-Bundestrainer Dagur Sigurdsson, den Linkshänder von der SG Flensburg-Handewitt nachzunominieren, war so offensichtlich, dass man wirklich nicht von einem Geheimplan sprechen konnte. Insofern war auch niemand überrascht, als während des Spiels gegen Weißrussland (31:25) in der Kindarena die Kunde die Runde machte, dass der Weltmeister von 2007 sich auf den Weg nach Frankreich machen wird. Heute soll Glandorf bereits mit dem Team trainieren, gegen Kroatien wird er morgen (17.45 Uhr/live auf handball.dkb.de) sein 169. Länderspiel (579 Tore) absolvieren.

Angesichts der einfachen Vorrunde konnte es sich Sigurdsson bislang leisten, Glandorf in Deutschland zu lassen. Der 33-Jährige hatte eigentlich am 1. September 2014 seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft verkündet. Angesichts der Verletztenmisere im rechten Rückraum erklärte sich der 1,97-Meter-Schlaks jedoch zu einem Comeback bereit. Bei der WM muss Sigurdsson auf die Europameister Fabian Wiede (Schulterverletzung) und Steffen Weinhold (Riss des Syndesmosebands) verzichten, womit Kai Häfner der einzige Linkshänder im Rückraum war. Der 27-Jährige hat kein Problem damit, dass er dieses Alleinstellungsmerkmal nun verliert: „Ich freue mich, dass Holger kommt. Er wird uns sehr helfen.“

Bislang wurde Glandorf, der im letzten Testspiel vor der WM gegen Österreich sein Nationalmannschafts-Comeback feierte, in Rouen nicht benötigt. Vor allem gegen Chile und Saudi-Arabien musste Häfner nicht vollen Einsatz zeigen und konnte Kräfte sparen. Wenn der gebürtige Schwäbisch Gmünder auf der Bank Platz nahm, wurde er entweder von Simon Ernst oder von Niclas Pieczkowski ersetzt. Allerdings dürfte das Duo bei der WM gegen die Topmannschaften auf dieser Position schnell an seine Grenzen stoßen.

Deshalb ist Sigurdsson froh, dass Glandorf sich zu einem Comeback bereit erklärt hat: „Das ist ein tolles Signal von ihm. Mit seiner Erfahrung kann er dem Team und den jungen Spielern helfen.“ Das sieht auch Hüne Patrick Wiencek so: „Jeder kennt Holger und seine Qualitäten. Wir können uns freuen, dass er kommt.“ Sebastian Schmid

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

19.01.2017, 06:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Wirtschaft im Profil

Die aktuelle Ausgabe unseres Business-Magazins Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball