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Reutlinger OB-Wahl am 30. Januar oder 6. Februar

Ein Herausforderer ist noch nicht in Sicht

Die Reutlinger OB-Wahl naht. Am letzten Januar-Sonntag oder am 6. Februar wird wohl gewählt. In den Parteien und Gruppierungen steigt die Betriebsamkeit.

17.09.2010
  • Matthias Stelzer

Reutlingen. In den nächsten Tagen wird sich der Reutlinger Gemeinderat mit dem OB-Wahl-Termin beschäftigen. Am Dienstag im Ausschuss und eine gute Woche später im Plenum werden die Stadträte sich zwischen den beiden Terminen für den ersten Wahlgang entscheiden müssen. Bei den Parteien und Wählervereinigungen wird derweil über die Positionen zur OB-Wahl gerungen. Eine Aufgabe, mit der sich die SPD offenbar am leichtesten tut. „Barbara Bosch ist unsere OB. Wir werden sie komplett unterstützen“, sagt die Stadtverbandsvorsitzende Daniela Harsch. Kommende Woche wird sie sich mit der OB treffen, um Einzelheiten zu besprechen.

Noch mehr Gesprächsbedarf herrscht bei anderen. Die CDU, Hauptopposition im Gemeinderat, hat am Dienstag eine Vorstandssitzung, bei der über die nahende Wahl gesprochen werden soll. Ob es den Schwarzen mittlerweile gelungen ist, einen Gegenkandidaten zu finden, lässt der Stadtverbandsvorsitzende Dieter Hillebrand offen. Er sieht auch keinen Grund zur Eile: „Wenn man einen Wahlkampf macht dann kurz und knackig.“ Ein Vierteljahr Vorlauf genüge da völlig.

„Wir müssen da jetzt zügig Klarheit schaffen“, sagt dagegen Rainer Buck von den Grünen. Ob seine Partei jemand aufbieten will, verrät er nicht vor der abschließenden Diskussion in den grünen Gremien. Buck räumt aber ein, dass die Situation schwierig ist: „Es ist halt auch so, dass eine Kandidatensuche kein Wunschkonzert ist“. Ohne Wunsch nach einem Gegenkandidaten für Barbara Bosch sind derzeit offenbar die Freien Wähler und Liberalen unterwegs. „Ich persönlich kann mir nur schwer vorstellen, dass man nach einem Gegenkandidaten sucht oder unterstützt“, sagt FWV-Fraktionschef Jürgen Fuchs.

Auch sein Ratskollege Hans Hubert Krämer, der auch Vorsitzender der Wählervereinigung ist, lässt durchblicken, wie die Entscheidung bei einer Mitgliederversammlung ausfallen könnte: „Ich sehe nichts Besseres nachwachsen“, sagt er. Und: „Wir wollen in der Ausschreibung auch nicht auf den Satz verzichten: Die Amtsinhaberin bewirbt sich wieder.“

Knut Hochleitner, Stadtverbands-chef der FDP, ist der Auffassung, dass die OB „nicht viel falsch gemacht hat“. Auch er will seinem Parteigremium nicht vorgreifen, stellt aber fest, dass wer jetzt noch einen Kandidaten aufbieten will, „schon zu spät dran ist“.

„Wir sind da noch ziemlich leidenschaftslos“, sagt Werner Schobel von der Wählervereinigung „WiR“ – und: „Wir schauen uns jetzt an, was passiert. Langsam müsste sich ja was tun.“ Für die Linke, sagt Thomas Ziegler, ist zunächst die Frage: „Will man eine eigenständige Kandidatur?“ Im Laufe des Monats wird sich die Partei darüber verständigen.

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17.09.2010, 12:00 Uhr

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