Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Tanz

Ein Meer aus weißen Schwänen

Das Mariinsky-Ballett aus St. Petersburg gastiert zu Weihnachten wieder im Festspielhaus Baden-Baden.

23.12.2016
  • NIKE LUBER

Baden-Baden. Ätherisch auf Spitze einherschwebende Wesen in weißen Tutus, die immer neue, perfekt austarierte Formationen bilden: Wenn es um die hohe Kunst des klassischen „weißen“ Tanzes geht, gehört das Mariinsky-Ballett aus St. Petersburg zu den führenden Ensembles. Nicht erst seit gestern. Die großen Ballette zu Musik von Tschaikowsky, „Dornröschen“ und „Schwanensee“, wurden im Mariinsky-Theater St. Petersburg uraufgeführt. Und einmal im Jahr wird die Tanztradition im Festspielhaus Baden-Baden präsentiert.

Viele Legenden in der Welt des Tanzes haben in der St. Petersburger Waganowa-Akademie Pliés, Dégagés und Fouettés geübt, bevor sie am Mariinsky-Theater die ersten Pirouetten in Richtung Weltkarriere drehten: Vaslaw Nijinsky, Anna Pawlowa, Rudolf Nurejew, um nur ein paar Namen zu nennen.

Klassiker aus Russland

Alle Jahre wieder erweist sich das Mariinsky-Ballett als Publikumsmagnet. Es gibt weltweit nur wenige Ballettcompagnien, deren Ballerinen den weißen Schwan mit einer solchen Zerbrechlichkeit, den schwarzen Schwan mit einem solch raffiniert erotischen Unterton tanzen können. Und die so viele Tänzerinnen aufbieten können, dass eine große Bühne wie die des Festspielhauses sich tatsächlich in ein getanztes Meer aus verzauberten weißen Schwänen verwandelt.

„Schwanensee“ steht immer auf dem Programm, wenn das Mariinsky-Ballett samt Orchester eine Woche lang in Baden-Baden gastiert. Die anderen Stücke wechseln. Dieses Jahr hat die Compagnie ihre Version des Klassikers „Giselle“ mitgebracht, wo spitzentanzende, strahlend weiße und absolut tödliche Geistermädchen sich um Mitternacht an treulosen Männern rächen.

Wie umwerfend eine Phalanx von synchron tanzenden Ballerinen in weißen Tutus wirkt, zeigte sich am Eröffnungsabend. Den hat die Compagnie dem Choreografen Mikhail Fokine gewidmet. Fokine, ein Produkt Petersburger Ballettausbildung, feierte in seiner Choreografie „Chopiniana“ den klassischen Tanz um seiner selbst willen.

Mit lebendiger Rhythmik spielten die Musiker (Leitung: Valery Gergiev) die Orchesterbearbeitungen berühmter Klavierstücke von Chopin. Zu Mazurka, Walzer und Polonaise entfalteten die Tänzerinnen die Eleganz großer Linien, und die Solisten zelebrierten die Brillanz technischer Perfektion, verbunden mit romantischem Ausdruck. Nike Luber

Info Mariinsky Ballett im Festspielhaus Baden-Baden: „Schwanensee“, heute, 19 Uhr, und 25.12., 17 Uhr, „Giselle“ 26.12., 14 und 19 Uhr, Ballett-Gala 27.12., 19 Uhr.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

23.12.2016, 06:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball