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Natursteinpark

Ein Opfer

Die Diskussion um den Natursteinpark am Galgenberg geht weiter.

21.11.2012

Endlich hat der Tübinger Spießbürger wieder ein Opfer gefunden. Der gelangweilte Waidmann bläst zum Hallali, das Ross des Paragraphenreiters wird gesattelt und der grüne Kriegsmantel des vermeintlichen Naturschützers angelegt. Unter der wehenden Fahne von „Law and Order“ ziehen Horden von unerträglichem Lärm und entsetzlichem Gestank gepeinigter Anwohner in den Kampf. Hyänengleich stürzen sie sich auf den Feind, um ihn mit der Totschlagkeule des Gesetzes zu vernichten.

Gegenargumente werden als polemische Äußerungen von Straßenkindern abgeschmettert. Wie konnte es nur sein, dass eine derartige Ungeheuerlichkeit wie der Natursteinpark Jahrzehnte geduldet wurde? Die Mehrheit stört sich nicht daran? Seid ihr von Sinnen? Nach dem Versagen der Ordnungsmacht nimmt nun die Bürgerwehr die Zügel in die Hand, um den schmutzigen Illegalen endlich hinfortzujagen! Überzeichnet? Vielleicht. Aber schon gut, liebe Tübinger Spießbürger, bald ist der Feind geschlagen, dann könnt ihr wieder in Ruhe Falschparker aufschreiben und den Nachbarn anzeigen, wenn er zur falschen Zeit den Rasen mäht.

Andreas Wölfle, Tübingen

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21.11.2012, 12:00 Uhr

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