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Auftakt mit Claude Lelouch

Ein Oscar-Winner kommt zur Eröffnung der Französischen Filmtage

Mit einem Altmeister-Werk werden am 4. November die Französischen Filmtage eröffnet. Der 72-jährige Regisseur Claude Leloch will zur deutschen Premiere seines neuen Films „Ces amours-là“ selbst nach Tübingen kommen.

23.09.2010
  • Klaus-Peter Eichele

Ein Oscar-Winner kommt zur Eröffnung der Französischen Filmtage
Die Liebe in Zeiten des Weltkriegs: Szene aus Claude Lelouchs Film „Ces amours-là“, mit dem die diesjährigen Französoschen Filmtage eröffnet werden.

Der Auftakt-Film ist laut Festival-Leiter Christopher Buchholz eine Art Resümee von Lelouchs bisheriges Schaffen, das bis in die sechziger Jahre zurückreicht. Aus dieser Zeit stammt auch sein berühmtester Film „Ein Mann und eine Frau“, für den er 1967 den Drehbuch- Oscar bekam. Vor drei Jahren hatte er mit dem Krimidrama „Roman de Gare“ einen der Publikumshits der Französischen Filmtage.

In „Ces amour-là“ blickt eine französische Frau (Audrey Dana) auf ihr Leben zurück, insbesondere auf die Zeit des zweiten Weltkriegs, als sie leidenschaftliche Beziehungen sowohl mit einem deutschen als auch mit amerikanischen Soldaten gepflegt hat. In Frankreich, wo der Film diese Woche angelaufen ist, waren die Kritiken vorwiegend freundlich. „Eine Ode an das Leben, an die Schauspieler und an das Kino“, so die Zeitschrift „Télé 7 Jours“.

Ein Oscar-Winner kommt zur Eröffnung der Französischen Filmtage
"Nennette" von Nicolas Philibert.

Ein weiterer hochkarätiger Festival- Gast ist Bruno Dumont, dem die wiederbelebte Retrospektive gewidmet ist. Der Regisseur hatte in den neunziger Jahren mit den kompromisslosen Sozialdramen „La vie de Jésus“ und „L’humanité“ für Aufsehen gesorgt. Sein jüngster Film „Hadewijch“ ist das Porträt einer fanatisch frommen Heranwachsenden.

Nach Tübingen kommt vermutlich auch Nicolas Philibert, der vor einigen Jahren mit der Zwergschul-Reportage „Sein und Haben“ die deutschen Kinos erobert hat. Seine neue Doku „Nenette“ handelt von einem im Affenhaus des Pariser Jardin des Plantes lebenden Orang-Utan.

Eine Hommage widmen die Französischen Filmtage dem im Januar gestorbenen Kino-Großmeister Eric Rohmer. Auch seinem Nouvelle-vague-Kollegen Claude Chabrol, der ihm vorige Woche ins Grab gefolgt ist, soll mit zumindest einem Film gedacht werden.

Die Afrika-Sektion des Festivals blickt diesmal filmisch auf „50 Jahre Unabhängigkeit“ in Westafrika zurück.

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23.09.2010, 12:00 Uhr

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