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Ein SPD-Ausflug und die alles beherrschende K-Frage
„Vergessen Sie's“: Sigmar Gabriel schweigt in Düsseldorf zur K-Frage. Foto: dpa
Wahlkampf

Ein SPD-Ausflug und die alles beherrschende K-Frage

Die Parteispitze berät über ihre Strategie. Je lauter die Spekulationen über eine Kanzlerkandidatur Sigmar Gabriels werden, desto mehr hält der Vorsitzende dicht.

11.01.2017
  • DPA

Düsseldorf. . Ein Sigmar Gabriel lässt sich ungern treiben. Insofern dürfte die „Bild“-Zeitung mit ihrer Festlegung, der Goslarer werde Kanzlerkandidat, zumindest erreicht haben, dass der Vorsitzende sich jetzt erst recht an den verabredeten Zeitplan hält. Die SPD will bei der K-Frage erst am 29. Januar den Schleier lüften.

Und genauso beginnt der Dienstag in Düsseldorf. Dort sollte sich am Abend die engere SPD-Führung zu einer vertraulichen Runde treffen. Am Morgen erscheint Gabriel im NRW-Landtag, wo er mit den SPD-Abgeordneten über die im Mai anstehende Landtagswahl redet.Nicht nur für Landesmutter Hannelore Kraft (Gabriel lobt sie als „Seele des Landes“), auch für Gabriel und die im Bund bei 20 bis 22 Prozent dümpelnde SPD ist das schon eine Schicksalswahl. Würde Kraft ihr Amt an die CDU verlieren, bekämen die Genossen noch mehr Gegenwind. Ein Sieg in Düsseldorf wäre umgekehrt ein Mutmacher, dass im Herbst auch im Bund doch noch etwas gegen Angela Merkel gehen könnte.

Ringt sich Gabriel durch, weil er nach 2013 nicht noch einmal kneifen kann und dann sein Vorsitz wackeln könnte? Tritt der Parteichef wirklich selbst an, obwohl Meinungsforscher der SPD sagen, dass er sein mieses öffentliches Image nicht mehr drehen kann? Alles Fragen, auf deren Beantwortung mancher Spitzengenosse beim Ausflug nach Düsseldorf eigentlich gehofft hatte. Doch auf die Runde angesprochen, macht Gabriel auf dem Landtagsflur eine klare Ansage. „Wir reden über die Inhalte des Wahlkampfs. Ich weiß gar nicht, wer überhaupt auf die Idee gekommen ist, dass wir über Personal reden.“ Was er denn selbst wolle? „Vergessen Sie‘s“, wimmelt Gabriel die Reporter ab.

Hinter verschlossenen Türen in der Fraktion gönnt er sich dann aber doch ein Späßchen. „Jetzt sage ich was zur K-Frage“, ruft er nach Teilnehmerangaben. Gabriel meint aber den verflossenen Kanzlerkandidaten von 2013, Peer Steinbrück. Ihm gratuliert er zum 70. Geburtstag.

Tatsächlich würde bei der K-Frage jede Aussage von Gabriel, egal in welche Richtung, wohl kaum länger als ein paar Stunden geheim bleiben. Gegen eine breitere Aussprache im kleinen Düsseldorfer Kreis – zu dem neben Gabriel und Kraft auch Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz, Bundestagsfraktionschef Thomas Oppermann und einige Parteivizes erwartet wurden – sprach auch, dass einer nicht dabei sein sollte, auf den viele schauen: Martin Schulz. Der scheidende EU-Parlamentspräsident flog nach Lissabon zur Trauerfeier für den Ex-Präsidenten Soares. dpa

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11.01.2017, 06:00 Uhr

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