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Kommentar zum Streik der Piloten bei Lufthansa

Ein Schlichter muss her

24.11.2016

Von Rolf Obertreis

Wieder bescheren die Piloten der Lufthansa Millionenverluste und frustrierte Kunden, die möglicherweise nie mehr bei Lufthansa buchen, weil die Airline zur „Streikhansa“ wird und die Jets mehr am Boden als in der Luft sind. Das stört die Pilotenvereinigung Cockpit offensichtlich ebenso wenig wie Lufthansa-Chef Carsten Spohr.

Der Streik ist rechtmäßig, schließlich geht es um Geld und nicht wie 2015 um die Strategie des Unternehmens. Die darf kein Streikgrund sein. Freilich: Auch diesmal steht das Geld nur auf den ersten Blick im Vordergrund. Aber es ist die einzige Basis, auf der für die Piloten noch ein Streik möglich ist.

Eine Forderung von 22 Prozent ist freilich genauso utopisch wie ein Angebot von 2,5 Prozent eine Zumutung ist. Das kann keine Basis für ernsthafte Verhandlungen sein. Eine Einigung ohne Schlichter erscheint da unmöglich. Die Piloten wollen den Konzernumbau mit der Billigairline Eurowings bremsen. Spohr hält dieses Konzept für alternativlos.

Die Situation ist total verworren. Beide Seiten legen die Fakten häppchenweise, wenn überhaupt, auf den Tisch. Das wirft kein gutes Bild auf das Unternehmen, vor allem auch auf das Management und Vorstandschef Carsten Spohr. Ein „Weiter so“ darf es nicht geben. Beide Seiten müssen sich bewegen. Ein Schlichter muss her.

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Erstellt:
24. November 2016, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
24. November 2016, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 24. November 2016, 06:00 Uhr

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