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Kiebingen · NASA-Forschungsflug

Zuversicht trotz Schneeschauer

Joachim Groß hoffte gestern auf seine letzte Chance beim NASA-Forschungsflug.

22.02.2019

Von Gert Fleischer

Das Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie (SOFIA) in einer umgebauten Boeing 747 („Jumbo-Jet“) ist ein deutsch-amerikanisches Vorhaben zur Erforschung des Weltalls. Privatbild

Der Kiebinger Lehrer Joachim Groß musste ein paar Tage länger in Kalifornien bleiben, weil das Wetter so schlecht ist. Gestern hatte er seine wohl letzte Chance, als Gast bei einem NASA-Forschungsflug in die Stratosphäre dabei zu sein (wir berichteten).

Schon drei Mal wurde der Flug abgesagt. Die NASA sei bei der Sicherheit „eher etwas konservativ“, mailte Groß gestern und dachte dabei weniger ans eigene Wohlergehen: „Verständlich, man hat eben nur ein SOFIA-Teleskop.“ Mit diesem 2,7 Meter-Meter-Teleskop werden astronomische Beobachtungen weitgehend oberhalb der störenden irdischen Lufthülle gemacht. Schwerpunkt ist die Erforschung der Entwicklung von Milchstraßensystemen sowie die Entstehung und Entwicklung von Sternen und Sonnensystemen aus interstellaren Molekül- und Staubwolken.

Groß dachte an Klimawandel, als das Team im Hotel zum Abendessen saß und draußen ein Schneesturm runterging. „Wie selten so etwas hier ist“, schrieb er, „konnte man schon daran ablesen, dass die Hotelangestellten alle ganz aufgeregt nach ihren Kameras suchten und für Fotos unter schneeumtosten Laternen posierten.“

Jede Flug-Absage sei eine Enttäuschung, weil sich alle den ganzen Nachmittag über darauf vorbereiten. Die Profis machten die Instruktion wegen der vier Gäste in normaler Ausführlichkeit, damit sie das mal mitbekommen. Überhaupt gäben sich die Leute „unheimlich viel Mühe“, den Laien Einblick in Abläufe und Arbeitsweise bei SOFIA und anderen Projekten zu geben. Groß: „Niemand wirkt genervt ob unserer vielen Fragen. Dass jemand eine Stunde lang ausführlich sein Projekt erklärt oder uns den ganzen Nachmittag lang durch den Hangar führt, wirkt wie eine Selbstverständlichkeit.“

Gestern um 7 Uhr Ortszeit (in Deutschland 16 Uhr) bangte Groß um seine wahrscheinlich letzte Chance. „Im Moment sieht es draußen harmlos aus, leichte Bewölkung, auf dem Parkplatz vorm Hotelfenster taut der letzte Schnee vom Schauer gestern Abend von den Autos. Die Leute hier scheinen sich keine Sorgen zu machen, dass wir ohne einen Mitflug wieder nach Hause müssen. Also sind wir zuversichtlich.“

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Erstellt:
22. Februar 2019, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
22. Februar 2019, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 22. Februar 2019, 01:00 Uhr

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