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Mai-Umzug der Nationalsozialisten

Ein besonderes Filmdokument

Ein ganz besonderes Film-Dokument hat der Tübinger Gerhard Bader den Zeitzeugnissen überlassen: Einen Mai-Umzug der Nationalsozialisten durch Tübingen.

27.05.2011
  • Manfred Hantke

Tübingen. Zu unserem zweiten Thema Kriegsende und Nachkriegszeit haben sich wiederum einige TAGBLATT-Leser/innen mit Infos und Fotos beteiligt. Ihre Erinnerungen und Foto-Schätze veröffentlichen wir in den nächsten Tagen.

Umzug der Nationalsozialisten am 22. Mai 1938 in Tübingen

Umzug der Nationalsozialisten am 22. Mai 1938 in Tübingen --

03:28 min

Immer wieder bekommen wir aber auch Dokumente aus anderen Zeiträumen – wie etwa den Dreieinhalb-Minuten-Film über einen „Mai-Festzug“ der Nationalsozialisten. Ein ganz seltenes Zeit-Dokument, das wir gleich in unser Geschichtsportal www.zeit-zeugnisse.de aufgenommen haben.

Gefilmt hat den Umzug der Vater von Gerhard Bader. Wann genau, ist noch nicht ermittelt, vermutlich am 1. Mai 1938 oder 1939. Vater Erich Bader wechselt seinen Standort: Mal steht er mit seiner Kamera in der Dobler straße bei der Kreissparkasse, mal in der Wilhelmstraße.

Ein besonderes Filmdokument
Szene aus dem Video vom „Mai-Festzug“ der Nationalsozialisten. Der Filmer steht am Lustnauer Tor, in dem abgebildeten Haus ist heute die Buchhandlung Gastl.

Die Nationalsozialisten beginnen ihren „Mai-Festzug“ mit einem Rückblick: „Wie es früher war“, kündigt ein Schild die folgenden Umzugsstationen und -wagen an. So heißt es etwa „1919 – 1933: 24 Reichs-Kabinette“ oder „10 683 Parlamentarier“. Die Stoßrichtung ist deutlich: Verhöhnung der Weimarer Republik, in der Regierungen und Abgeordnete häufig wechselten.

Den „Bolschewismus“ stellen sie als Blutsauger auf dem Erdball dar, vor dem allein „Deutschland – das Bollwerk Europas“ retten kann. Dicht an dicht stehen die Schaulustigen am Lustnauer Tor und in der Mühlstraße. Jubelstimmung ist nicht auszumachen, hin und wieder wird der rechte Arm gereckt.

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27.05.2011, 12:00 Uhr

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