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Vorstandsvergütungen

Ein gutes Zeichen

Die Leser dieser Zeitung werden nicht gleich für Dieter Zetsche sammeln müssen. Auch wenn sein Jahresgehalt um ein Drittel gesunken ist, verdient er immer noch das 131-fache des durchschnittlichen Lohns eines Vollzeitbeschäftigten.

16.02.2019

Von ALEXANDER BÖGELEIN

Die Einbußen des Daimler-Chefs sind eine gute Nachricht. Sie zeigen, dass die Vergütungsregeln beim Stuttgarter Autobauer richtig ausgerichtet sind. Dessen Gewinn ist eingebrochen, weil die wichtige Pkw-Sparte weniger profitabel war. Das merken nun auch Zetsche wie auch der gesamte Vorstand. Das ist konsequent.

Das Thema Managervergütung birgt dennoch Erregungspotenzial. Die Beträge sind in Höhen geklettert, die man früher in der Gesellschaft unisono als unanständig empfunden hat, in der Spitze erhalten Dax-Chefs zweistellige Millionenbeträge. Egal wie groß die Verantwortung und wie gut ein Topmanger ist, stellt sich die Frage: Kann die Arbeit eines Einzelnen so viel wert sein?

Leider haben CDU und SPD die Chance verpasst, im Koalitionsvertrag die steuerliche Absetzbarkeit von Managervergütungen als Betriebsausgabe zu begrenzen. Dann wären die Aufsichtsräte börsennotierter Konzerne zwar immer noch frei, den Managern hohe Vergütungen zu bezahlen. Aber aus den Gewinnen des Unternehmens – und nicht zu Lasten des Steuerzahlers.

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Erstellt:
16. Februar 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
16. Februar 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 16. Februar 2019, 06:00 Uhr

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