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Ein wahrer Großvater des Rock
Chuck Berry bei einem Konzert im Jahr 2009. Foto: dpa
Chuck Berry wird 90

Ein wahrer Großvater des Rock

Er hat den Rock 'n' Roll mit aus der Taufe gehoben: Der Gitarrist und Sänger Chuck Berry wird morgen 90.

17.10.2016
  • MAGDI ABOUL-KHEIR

„Chuck Berry ist nur ein anderer Name für Rock 'n' Roll.“ Das sagte einer, der nun wirklich zu den ganz Großen des Genres gehörte: John Lennon. Und auch Lennon und Paul McCartney, die als genialstes Songwriter-Duo des Pop gelten, starteten ihre Karriere mit Songs dieses Charles Edward Anderson „Chuck Berry“, der heute vor 90 Jahren, am 18. Oktober 1926 in St. Louis geboren wurde. Die Beatles coverten Berry gleich zweimal: „Rock ,n‘ Roll Music“ und „Roll over Beethoven“. Und der 1980 ermordete Lennon bekam post mortem Recht: Berry war 1986 der erste Musiker, der in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen wurde.

Am 21. Mai 1955 nahm Berry „Maybellene“ auf, sein erster Hit, der erste von einem guten Dutzend, die heute zum Kanon der Rockmusik gehören. Die Zutaten waren einfach: Das berühmte Chuck-Berry-Riff, der „Duck Walk“, den er erfunden haben will, um von den Falten seines Anzugs abzulenken. SeinSongwriting war genial – und genial einfach. Selbst Freunde Berrys sagen, dass der Meister in seinem Leben eigentlich nur zwei eigenständige Songs geschrieben habe, der Rest seien schlicht Wiederholungen.

Doch Berry war erfolgreich – vielleicht auch zu erfolgreich für ein weißes Establishment, denen der Rock ,n' Roll eines Elvis Presley schon unheimlich war, aber ein erfolgreicher Schwarzer? 1959 wurde er wegen Vergehens gegen den Mann Act angeklagt. Sein Vergehen: Er hatte eine Minderjährige als Garderobiere in seinem Club angestellt. Weil er sie dabei über eine Staatsgrenze verbracht hatte, wurde er verurteilt. Eine beliebtes Verfahren: 1944 war auch der wegen seiner linken Ansichten missliebige Charlie Chaplin wegen des Mann Acts angeklagt worden. Nach seiner Freilassung orientierte sich Berry erfolgreich in Richtung Europa. Seit Ende der 70er Jahre demontierte sich Berry selbst, gab Konzerte mit fremden Bands, mit denen er nie probte. Bis vor zwei Jahren stand er noch jeden Montag im Blueberry-Hill Club in St. Louis auf der Bühne. Helmut Pusch

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17.10.2016, 06:00 Uhr

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