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Tierversuche in Tübingen

Ein wüstes Bild

Anmerkungen zu einem im TAGBLATT veröffentlichten Bild eines Affen.

19.12.2014

Zu dem erschütternden Bild von dem Makaken mit dem blutigen Kopf im TAGBLATT vom 17. Dezember muss Folgendes gesagt werden: wenn ein Tierpfleger den Verdacht hat, dass ein Schmerzmittel womöglich nicht ausreichend wirkt oder dass es einem Tier, egal aus welchen Gründen schlecht geht, so ruft er selbstverständlich sofort den Tierarzt. Warum hat der Undercoveragent in seiner Rolle als „Tierpfleger“ dies nicht getan, obwohl dies seine Pflicht gewesen wäre, sondern sich darauf beschränkt, Bilder zu machen, mit denen die SOKO-Tierschutz ordentlich Spendengelder einfahren kann (http://charitywatch.info/)?

Warum stellt das TAGBLATT nicht ein Bild daneben von einem am Kopf operierten Menschen, bevor man seinen kahlen Kopf und seine schreckliche Wunde hübsch durch einen Verband verhüllt, wie man es beim Makaken nicht machen kann? Und dem man auch keine Drainage legen kann, weshalb man die Naht absichtlich so macht, dass noch Wundsekret abfließen kann? Was dann – zusammen mit Infektionsmittel und Gewebekleber – ein wüstes Bild ergibt, das für den Laien wie ein blutig aufgekratzter Kopf aussieht, wie in der Bildunterschrift irrtümlich behauptet.

Almut Schüz und Silvia van Keulen, Tübingen

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19.12.2014, 12:00 Uhr

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