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Einbußen für Airport Stuttgart
Am Stuttgarter Flughafen wurden dieses Jahr wegen Streiks weniger Passagiere durchgeschleust. Foto: dpa
Luftfahrt

Einbußen für Airport Stuttgart

Weniger Passagiere fliegen von den Fildern aus ab. Tarifstreitigkeiten sind ein Grund dafür.

10.12.2016
  • JÜRGEN SCHMIDT

Stuttgart. Die Streiks bei der Lufthansa und die starken Rückgänge im Türkei-Tourismus haben dem Flughafen Stuttgart die Jahresbilanz verhagelt. Für 2016 rechnet der Geschäftsführer der Flughafen Stuttgart GmbH, Georg Fundel, nur mit einem Zuwachs bei den Passagierzahlen von einem halben bis einem Prozent. In absoluten Zahlen seien dies rund 10,6 Mio. Fluggäste. In seinen Planungen war der größte baden-württembergische Airport von einem Plus von 3 Prozent ausgegangen.

Der Pilotenstreik im November schlug auch in Stuttgart durch. Im vergangenen Monat seien 4,5 Prozent weniger Passagiere abgefertigt worden als im November 2015, erklärte der Flughafen-Chef bei einem Pressegespräch. Das Türkei-Geschäft lief das gesamte Jahr schlecht. Die Zahl der Flüge ins einst so beliebte Urlaubsland habe sich im ersten Halbjahr fast halbiert, sagte Fundel. Und in den vergangenen Monaten sei ein weiterer Einbruch zu verzeichnen gewesen. Nach Antalya, dem größten Ferien-Airport in der Türkei, seien rund 40 Prozent weniger Touristen geflogen als im Jahr zuvor.

Die eher durchwachsene Bilanz bei den Passagierzahlen wirkt sich auch auf den Umsatz und Ertrag aus. Fundel geht zwar davon aus, dass der Umsatz leicht über dem Wert des Vorjahres von knapp 247 Mio. EUR liegen wird, das Ergebnis werde jedoch auf dem Niveau von 2015 liegen. Da hatte der Flughafenbetreiber nach Steuern und Rückstellungen von über 6 Mio. EUR für Stuttgart 21 5,4 Mio. EUR verdient. Die Flughafen GmbH muss sich laut Fundel mit 339 Mio. EUR an dem Bahnprojekt beteiligen. 200 Mio. EUR seien bereits an die Bahn gezahlt worden.

Mit Prognosen hält sich der Geschäftsführer sehr zurück. „Die Planungen für 2017 sind schwierig, weil es bei den Problemen, die uns in diesem Jahr beschäftigt haben, noch keine Klärung gibt“, sagt Fundel. Das sind zum einen die Tarifauseinandersetzungen bei der Lufthansa und ihren Töchtern Germanwings und Eurowings und zum zweiten die Zukunft der angeschlagenen Air Berlin. Jürgen Schmidt

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10.12.2016, 06:00 Uhr

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