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Anpfiff: Qualifikationen

Eine Begründung gibt’s immer

Wenn vom 16. bis 28. August in Nanjing/China die zweiten Olympischen Jugendspiele ausgetragen werden, dann spielen auch zwei deutsche Beach-Volleyball-Duos um die Medaillen mit: Sarah Schneider/Leonie Welsch und Niklas Rudolf/Eric Stadie setzten sich souverän in der Qualifikation beim „Youth Beach Volleyball Continental Cup Final“ in Antalya/TUR durch“.

09.08.2014
  • Tobias Zug

So meldete es der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) am 19. Mai auf seiner Internetseite. Eric Stadie, Niklas Rudolf und Sarah Schneider sind tatsächlich auch nominiert für die Spiele in China – die Rottenburgerin Leonie Welsch dagegen nicht.

„Ich bin darüber schon enttäuscht“, sagte Welsch, die am Montag von der U19-Weltmeisterschaft in Porto (Portugal) zurückgekehrt ist. Schon vor der Weltmeisterschaft hat Bundestrainerin Silke Lüdike sie von ihrer Nichtnominierung unterrichtet. Stattdessen soll Schneider mit Lisa Arnholdt spielen. Bei der WM traten die Beiden schon als Duo „Deutschland 1“ an. Und schafften es bis ins Finale, in dem sie gegen die Brasilianerinnen Eduarda/Andressa verloren. Welsch, die sowohl mit Schneider als auch Arnholdt bereits erfolgreich zusammengespielt hat, musste mit ihrer neuen Partnerin Constanze Bieneck als „Deutschland 2“ durch die Qualifikation. Die meisterten sie, kamen bis ins Achtelfinale. Dort unterlagen sie dem russischen Duo Rudykh/Makroguzova.

Der sportlichen Verlauf der Weltmeisterschaft gibt der Bundestrainerin zumindest nicht Unrecht, was die Nominierung des Duos Schneider/Arnholdt betrifft. Lüdike begründete diese gegenüber Welsch damit, dass die 18-jährige Arnholdt (DJK Gmünd) zurzeit sehr gut drauf und aktuell auch das größte Talent sei. Ihr zur Seite solle Sarah Schneider stehen wegen ihrer größeren Erfahrung. Das Bittere für Welsch: Beim Turnier in Antalya haben Schneider und sie erst dafür gesorgt, dass Deutschland überhaupt bei den Olympischen Jugendspielen dabei ist – und ihren Platz dort nimmt eine andere ein. „Für mich ist das wirklich schade, denn ich habe mich ja als Sportlerin qualifiziert“, sagt Welsch.

Nicht der erste Fall, in dem sich nicht der für sportliche Großveranstaltungen qualifiziert, der sich auch sportlich dafür qualifiziert hat: Hochspringer David Nopper von der LAV Stadtwerke Tübingen war vor einem Monat bei der Mannheimer Junioren-Gala 2,20 Meter gesprungen – vier Zentimeter über der vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) auferlegten Norm für die anstehende U20-Weltmeisterschaft in Eugene (USA). Den Athleten ist vor dem Wettkampf zudem mitgeteilt worden, dass Mannheim der entscheidende Wettkampf für die WM-Nominierung sei. In Eugene sprang aber nicht der in Mannheim Zweitplatzierte Nopper sondern Falk Wendrich. Begründung des Bundestrainers: Wendrich hatte diese Saison bereits zwei Sprünge über 2,19 Meter, Nopper vor den 2,20 ein Mal 2,16, das andere Mal 2,15 übersprungen. Für alle Sportinteressierte sei daher gesagt: Sollten Sie irgendwann und irgendwo wieder lesen, Sportler/in oder Mannschaft Sowieso habe sich für Da-und-da qualifiziert – dann heißt das noch lange nicht, dass die dort auch spielen. Irgendeine Begründung findet sich beim Verband immer.

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09.08.2014, 12:00 Uhr

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