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Eine Dauerbaustelle
An den Bahnsteigen lässt die Bahn nacheinander alle Kanten reparieren. Foto: Ferdinando Iannone
Verkehr

Eine Dauerbaustelle

Den Hauptbahnhof Stuttgart gibt es in der jetzigen Form nur noch wenige Jahre. Dennoch muss die Bahn kräftig in den Substanzerhalt investieren.

22.11.2016
  • RAIMUND WEIBLE

Ein Reh-Foto am Eingang, an den Wänden großformatige Bilder mit Waldbäumen – das Bemühen der Deutschen Bahn ist spürbar, den Aufenthalt im neuen Warteraum des Stuttgarter Hauptbahnhofs angenehm zu gestalten. Auch sonst unternimmt die Bahn einiges im alten Bahnhof, um die Zeit zu überbrücken, bis die neue unterirdische Station in Betrieb geht. Fertig werden wird sie frühestens 2021. Zahlreiche Instandsetzungsarbeiten stehen im alten Bahnhof an. „Irgendwo wird immer geschafft“, sagt ein Bahn-Sprecher.

So auch an den alten Bahnsteigen, deren Tage längst gezählt sind. Der Zustand der Anlagen lässt zu wünschen übrig. An den Bahnsteigen sind die Kanten zum Teil abgesplittert, Fugen stehen offen. Die Bahn hat bereits im vergangenen Jahr damit begonnen, am Bahnsteig 4 mit den Gleisen 7 und 8 die Schäden zu sanieren. Dieses Jahr will sie den Bahnsteig 11 (Gleis 11 und 12) sowie den Bahnsteig 9 sanieren.

Das hat die Bahn dem Filderstädter Bundestagsabgeordneten Matthias Gastel (Grüne) nach einer Anfrage mitgeteilt. Allein die Kosten dafür beziffert Michael Groh, Leiter des DB-Regionalbereichs Südwest, mit 1,5 Millionen Euro. Auch die betagten Dächer der Bahnsteige sind reparaturbedürftig. Hier ließ die Bahn die Widerlager der Dachkonstruktion und defekte Entwässerungsrinnen instandsetzen. Die Stützen des Dachs über den Querbahnsteig wurden frisch gestrichen.

Doch auch so bleibt die Optik, vor allem die der beiden provisorischen Zugänge zu den Bahnsteigen, kein Fall für Ästheten. Die Decken dieser Zugänge mit ihren Spanplatten und rohen Brettern bieten kein schönes Bild.

An den Köpfen der Bahnsteige selbst sind vier Imbissstände sowie ein kleiner „Spar“-Laden entstanden. Dort können sich vor allem Fahrgäste verpflegen, deren Anschlusszug ihnen keine Zeit für den Weg zu den Geschäften in die Bahnhofshalle lässt.

Die Blindenleitstreifen entlang der Bahnsteigkanten bedürfen der Ausbesserung. Sie sollen im kommenden Jahr repariert werden, und zwar in den ruhigeren Abendstunden, um den laufenden Betrieb möglichst wenig zu stören, wie Groh erläutert. Schließlich ist auch noch ein neuer Wartebereich mit Sitzbänken beim Querbahnsteig geplant.

Der Bundestagsabgeordnete Gastel hält die Investitionen für den Substanzerhalt für unvermeidbar. Es müsse aber auch offen gesagt werden, dass diese Investitionen ebenfalls Kosten für das Projekt Stuttgart 21 seien.

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22.11.2016, 06:00 Uhr

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