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Das Haus Hundskapfklinge 11

Eine Enklave in der Großbaustelle: Wohnen in Staub und Lärm

Tübingen. Eine besonders strapaziöse Art der nachbarschaftlichen Toleranz wird derzeit den Bewohnern des Hauses Hundskapfklinge 11 (Mitte, mit Satteldach) abverlangt: Das Mehrfamilienhaus ist an drei Seiten vom Neubauprojekt „Wohnen am Österberg“ umgeben, das an dessen südlichem Hang hochgezogen wird (wir berichteten in der vergangenen Woche). Im Hintergrund sieht man hier die Rohbauten des zweiten Bauabschnitts, im Vordergrund die Baugrube mit Hangsicherung für ein Teilgebäude des dritten Bauabschnitts. Seit dem Baubeginn vor zwei Jahren werden die Bewohner von Staub, Schmutz und Lärm geplagt.

14.11.2012

Besonders schlimm sei das Zermahlen des Abbruch-Betons vom früheren Kreisaltenheim „Haus am Österberg“ gewesen, sagt Rolf Hess, ein Teil-Eigentümer des 45 Jahre alten Bestandsgebäudes.

Weitere zwei Jahre wird es dauern, bis die Baumaschinen ab- und die letzten neuen Bewohner dicht nebenan einziehen. Neun verschiedenen Eigentümern gehört das Haus. Für viele von ihnen war es einst ein Geldanlage-Objekt. Die komplizierten Eigentumsverhältnisse brachten das Siedlungswerk von der anfänglichen Überlegung ab, die Immobilie aufzukaufen und das Grundstück in sein Bauprojekt zu integrieren. Manchen Eigentümern wäre diese Lösung lieber gewesen als Jahre in einer Großbaustelle zu wohnen. Hess etwa bedauert, dass das Siedlungswerk es gar nicht bis zu einem Kaufangebot kommen ließ.

Nun hoffen die Eigentümer auf eine Entschädigung, mit der sie das Haus renovieren können, wenn alles vorbei ist. Das Siedlungswerk schickte vorsorglich Gutachter durch alle Nachbargebäude, damit Schäden, die durch die Bauarbeiten entstanden sind, exakt dokumentiert werden können. Dazu gehört auch, wenn die Fassade durch Staub verschmutzt ist. Man werde das dann prüfen, sagt der Leiter des Planungsteams Christoph Welz. Bei einem Haus wie Nummer 11, das besonders viel Belästigung abkriegte, werde das Siedlungswerk sicher „großzügig sein“. upf / Bild: Sommer

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Erstellt:
14. November 2012, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
14. November 2012, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 14. November 2012, 12:00 Uhr

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