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„Eine der sichersten Großstädte“
Franz Lutz ist mit der Entwicklung zufrieden. Foto: Polizei
Kriminalstatistik

„Eine der sichersten Großstädte“

Die Zahl der Straftaten ist 2016 in Stuttgart deutlich zurückgegangen.

08.04.2017
  • UWE ROTH

Stuttgart. Polizeipräsident Franz Lutz hat am Freitag eine Erfolgsbilanz präsentiert. Danach ist die Zahl der registrierten Straftaten in der Landeshauptstadt mit 58 868 im Vergleich zum Vorjahr (66 450) um 11,4 Prozent gesunken. Besonders erfreulich ist nach der Statistik der Rückgang an Taschendiebstählen und vor allem Wohnungseinbrüchen. Deren Zahl habe sich in den vergangenen zwei Jahren annähernd halbiert, so Lutz. Mit einer Aufklärungsquote von rund 63 Prozent liege die Stuttgarter Polizei ebenfalls „mit ganz oben.“

Lutz führte die positive Entwicklung „auf die Doppelstrategie Prävention und Repression“ zurück. Die Polizei habe zum einen ihre Aufklärungsarbeit und zum anderen ihre Präsenz in der Öffentlichkeit massiv ausgeweitet. In der Summe sei es gelungen, Stuttgart zu „einer der sichersten Großstädte Deutschlands“ zu machen, sagte Lutz. Dieses Ergebnis würdigte Stuttgarts Oberbürgermeister. In einer Stellungnahme zur Kriminalstatistik dankte Fritz Kuhn (Grüne) der Polizei „für ihre professionelle Arbeit“. Sie sorge dafür, dass sich die Bürger „sicher und wohl fühlen können“.

Deutlich zugenommen haben jedoch die Rauschgift- und Computerkriminalität (plus 13 Prozent). Mit 18 Drogenopfern stieg die Anzahl der Rauschgifttoten im Vergleich zum Vorjahr um fünf Personen ebenfalls beachtlich an. Zudem werden Polizeibeamte häufiger zu Schlägereien und sonstigen Rangeleien gerufen. Die Zahl der vorsätzlichen leichten Körperverletzung nahm um knapp acht Prozent zu. Überwiegend sind die Personen männlich und stehen häufig unter Alkoholeinfluss. Dabei werden immer öfter Beamte Opfer von Aggressionen. „Respektlosigkeit und Angriffe gegenüber Polizeibeamte sind nicht hinnehmbar“, stellte der Polizeipräsident klar.

Die Stuttgarter Polizei beteilige sich – neben Mannheim und Freiburg – aus diesem Grund an einem Test mit dem Einsatz von Kameras, die an der Uniform befestigt sind, sogenannte Bodycams. Damit sollen mögliche Täter identifiziert werden. Der Beamte kann eine drohende Auseinandersetzung 30 Sekunden lang aufzeichnen. Allein die Ankündigung, dass jetzt die Kamera laufe, reiche oftmals, um die Situation zu entschärfen, sagte Lutz.

Bodycams könnten zukünftig helfen, so seine Hoffnung, gegebenenfalls das Verhalten von Beamten zu kontrollieren – wie im jüngsten Fall bei der Prügelattacke gegen einen Unfallbeteiligten, die wegen eines Internet-Videos diese Woche großes Aufsehen erregt hat. Uwe Roth

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08.04.2017, 06:00 Uhr

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