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„Energieparlament“ tagte in der Schule

Eine gemeinsame Aktion von MGG und Technischem Gymnasium mit der Energieagentur Horb

Zeitlich passend zur Bundestagswahl versammelten sich Schüler des Martin-Gerbert-Gymnasiums (MGG) und des Technischen Gymnasiums (Profil Umwelttechnik) zu „Energieparlament“ in der Aula des TG.

25.09.2013

Horb. Zwei zehnte Klassen und eine elfte Klasse entwickelten nach intensiver Vorarbeit in Gruppen Pro und Contra zu insgesamt vier provokanten energiepolitischen Thesen und stellten anschließend ihre Ergebnisse im Plenum vor. Dabei ging es weniger um physikalische Fachaspekte als um die gesellschaftliche Relevanz energiepolitischer Entscheidungen.

Die Energieversorgung in Deutschland befindet sich in einer Umbruchsituation, die Ängste und heftige Diskussionen bei Politikern und in der Bevölkerung auslöst. Genau dazu hatte Martin Heer, Geschäftsführer der Horber Energieagentur und studierter Raumwissenschaftler, einige Thesen formuliert, welche die Schüler „aus der Reserve locken? und zur Einnahme eines Standpunktes veranlassen sollten.

„Ich habe kein Auto und kein eigenes Haus. Mich interessiert der Energiepreis deshalb wenig.? Was auf den ersten Blick sehr plakativ wirkte, war dennoch gut geeignet, die eher unerfahrenen jungen Leute zu Diskussionen anzufachen. Die weiteren Themen waren der Ausstieg aus der Atomenergie, der Ausbau der regenerativen Energien sowie das ? auch in Horb gut bekannte ? Problemfeld Windenergie. „Ich finde, die Windenergie sollte vorbehaltlos ausgebaut werden? ? Jugendliche wie Erwachsene erkennen sehr wohl, dass mit dieser These Konflikte entstehen, die es auszuräumen gilt. Teilweise leidenschaftlich tauschten die Gruppenmitglieder dann auch ihre Argumente aus.

Vorsorglich hatte Martin Heer die Teilnehmer beider Schulen mit Farbkarten zu gemischten Gruppen eingeteilt, um die Hemmungen zwischen den sich fremden Schülern beider Schulen zu minimieren. Ein Prinzip, das dann auch recht gut funktionierte: Zuerst in Kleinteams entwickelt, dann zwischen zwei Teams diskutiert, schließlich in der Gesamtgruppe fürs Plenum zur Präsentationsreife gebracht ? das ist ein methodisches Prinzip, mit dem die jungen Leute in diesem personellen Umfang allerdings noch nicht gearbeitet hatten. Die Präsentationen an den Flipcharts erforderten demgemäß einigen Mut. Das Hauptziel lag jedoch schon bei der Planung eher in der intensiven Auseinandersetzung in den Gruppen.

Das Energieparlament war eine von mehreren Einzelveranstaltungen, die am Martin-Gerbert-Gymnasium ein Gesamtprojekt der Fachschaft Physik bilden. Eine Multivisionsschau zum Thema „Ökologischer Fußabdruck? gab im Juli den Einstieg, es folgte ein doppelstündiges Impulsreferat von Martin Heer im MGG sowie am TG und nach dem Energieparlament schließt in dieser Woche von Montag bis Freitag eine Ausstellung zu Ernährungsfragen in der Aula des MGG die Auseinandersetzung mit dem Problemfeld Energie und Umwelt ab. Die Ausstellung ist für alle interessierten Horber täglich zugänglich zwischen 9 und 17 Uhr.

Zeitlich passend zur Bundestagswahl versammelten sich Schüler des Martin-Gerbert-Gymnasiums (MGG) und des Technischen Gymnasiums (Profil Umwelttechnik) zum „Energieparlament“ in der Aula des TG. Energie-Agentur-Geschäftsführer Martin Heer (Mitte) lockte die Schüler aus der Reserve.Privatbild

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Erstellt:
25. September 2013, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
25. September 2013, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 25. September 2013, 12:00 Uhr

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