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Kommentar zum Quartalsbericht der Deutschen Bank

Eine gute Nachricht

28.10.2016

Von ROLF OBERTREIS

Frankfurt. Für John Cryan ist es eine Genugtuung, für vermeintliche Experten eine Ohrfeige. Statt eines erneuten satten dreistelligen Millionenverlustes hat die Deutsche Bank im dritten Quartal einen ansehnlichen Gewinn von rund 280 Mio. EUR verbuchen können. Das ist eine gute Nachricht und ein Signal, dass die Bank aus dem durch Skandale in der Vergangenheit verursachten Schlamassel selbst wieder herauskommen kann.

Mit Cryan hat sie einen Mann an der Spitze, der mit beiden Beinen auf dem Boden steht. Aus dem Schneider ist das Institut noch lange nicht. Das Umfeld für das eigentliche Bankgeschäft bleibt schwierig, nicht nur wegen der niedrigen Zinsen. In den Büchern schlummern weiter erhebliche Risiken. Und das Thema Rechtsstreitigkeiten ist nicht erledigt.

Cryan möchte die größten Fälle in diesem Jahr vom Tisch haben. Aber das liegt nicht allein in seiner Hand, darüber entscheiden Behörden in den USA. Und ob die dafür reservierten fast 6 Mrd. EUR ausreichen, ist völlig offen.

Trotzdem: Mit der vorgelegten Zwischenbilanz sollten Spekulationen über eine mögliche Staatshilfe und damit eine Unterstützung des Steuerzahlers oder Kapitalspritzen anderer deutscher Konzerne für die Deutsche Bank ein Ende haben. Sie wird es aus eigener Kraft aus dem Tief herausschaffen. Das wird freilich dauern.

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Erstellt:
28. Oktober 2016, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
28. Oktober 2016, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 28. Oktober 2016, 06:00 Uhr

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