Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Kommentar zum Wohnungsmarkt in Deutschland

Eine ungute Sache

26.01.2017

Von Helmut Schneider

Die alte Frage, was sich mehr lohne – Aktien oder Wohneigentum als Geldanlage – haben Forscher, die entsprechende Daten seit 1870 ausgewertet haben, jetzt beantwortet: Auch im langfristigen Vergleich lohnt sich die Immobilie.

Nur schade, dass viele Deutschen lieber zur Miete wohnen als in den eigenen vier Wänden. Das hat eine Reihe von Gründen – darunter nicht die schlechtesten. Zum Beispiel der auch im europäischen Vergleich gute Sozialstaat, der das eigene Häuschen als Altersvorsorge nicht zwingend notwendig macht.

Trotzdem ist die niedrige Eigentumsquote in Deutschland unter dem Strich eine ungute Sache. Sie führt zum Beispiel dazu, dass vom jüngsten Boom auf dem Immobilienmarkt in den Ballungszentren vor allem die wohlhabenden Familien profitieren. Die ungleiche Verteilung der Vermögen wird damit verstärkt.

Weil dies aber eines der wichtigeren gesellschaftlichen Probleme auch im wirtschaftlich prosperierenden Deutschland ist, sollte sich die Politik darauf besinnen, den Haus- oder Wohnungskauf wieder mehr staatlich zu fördern.

Es geht darum, dass der Staat finanzielle Anreize schafft, damit sich mehr Normalverdiener für den Immobilienkauf entscheiden (können). Das ist im Zweifelsfall besser als Mietpreisbremsen, die weitgehend wirkungslos sind.

Zum Artikel

Erstellt:
26. Januar 2017, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
26. Januar 2017, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 26. Januar 2017, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen