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Wo Gleise verlegt werden sollen

Eine virtuelle Stadtrundfahrt mit OB Palmer

Im Gespräch erklärt Oberbürgermeister Boris Palmer Chancen und zu lösende Probleme der Stadtbahntrasse. Eine virtuelle, also im Kopf vorgestellte, Fahrt.

30.06.2012

So würde die Tübinger Stadtbahn fahren

So würde die Tübinger Stadtbahn fahren --

01:24 min

Bahnhof: Auf den Gleisen 1 und 2 soll die Stadtbahn in Tübingen ankommen und losfahren. Von dort sollen Schienen östlich am Bahnhofsgebäude vorbei schräg zur Post führen, damit niemand umsteigen muss. Das frühere Expressgutgebäude müsste dafür abgerissen werden. Nicht betroffen ist damit der Europaplatz. Die Planungen für diesen können unabhängig vorangetrieben werden.

Südliches Zentrum: Die Stadtbahntrasse soll links in die Karlstraße einbiegen. Das südliche Stadtzentrum soll jedoch schon bald neu gestaltet werden. Müsste alles wieder aufgerissen werden? Palmer erklärt: „Wir lassen derzeit prüfen, was es kostet, vorsorglich die ganzen Leitungsarbeiten zu erledigen, wenn die Karlstraße ohnehin aufgerissen wird. Wenn die Mehrkosten vertretbar sind, sollte man es tun. Dabei kommt uns entgegen, dass wir im nächsten Jahr mit der Poststraße beginnen und noch ein Jahr Zeit mit der Entscheidung haben.“

Neckarbrücke, erster Halt: Die Stadtbahn muss über die Neckarbrücke fahren. Eine andere Trasse ist nicht möglich. Aber würde die Brücke die Last überhaupt aushalten? Eine statische Untersuchung wurde zwar im Rahmen der Machbarkeitsstudie gemacht, sagt Palmer, doch „ist sie nicht eindeutig“. Man müsse damit rechnen, dass „Ertüchtigungen nötig sind, vor allem um Schwingungen aufzunehmen. Es ist wohl nicht nötig, die Brücke selbst neu zu bauen.“

Mühlstraße: Palmer hält sie nicht für zu eng: „Die Straßenbahn kommt sogar besser durch als der Bus, weil sie nicht mal zehn Zentimeter rechts oder links abweicht, sondern exakt in ihrer Spur bleibt.“ Die Stadtbahn brauche weniger Platz als Busse im Gegenverkehr. Aber: „Wenn die Stadtbahn sinnvoll durch die Mühlstraße fahren soll, geht das sinnvoll nur, wenn der Autoverkehr draußen bleibt.“ Als Gründe nennt der OB das Verkehrsaufkommen und die Finanzierung: „Bei gemeinsamer Nutzung mit Pkw ist keine Förderung durch den Bund möglich.“

Lustnauer Tor, zweiter Halt: Die Kreuzung könnte ein gefährlicher Bereich sein, wenn sich Bahn-, Auto-, Fahrrad- und Fußgängerverkehr überschneiden würden. Doch die Lage würde durch eine beidseitige Sperrung der Mühlstraße entschärft. „Man würde am Lustnauer Tor eine Art Fußgängerzonensituation schaffen“, erklärt Palmer, „wenn aus der Mühlstraße keine Autos mehr kommen, ist der Verkehr am Lustnauer Tor auch entsprechend schwächer.“ Der OB spricht von einem „verkehrsberuhigten Bereich“. Die Stadtbahn müsse da auch nicht mehr als zehn Kilometer in der Stunde fahren.

Eine virtuelle Stadtrundfahrt mit OB Palmer
Angedachte Streckenführung der Stadtbahn innerhalb Tübingens.

Wilhelmstraße: „Hier und auf der gesamten Reststrecke sind wir buchstäblich auf unsicherem Grund unterwegs“, erklärt Palmer. Denn für die Wilhelmstraße gebe es noch keine Untersuchungen der Leitungspläne wie bereits bis zum Lustnauer Tor. Eine Prüfung sei aber nötig. Denn Gas- und Wasserleitungen dürfen nicht unter den Schienen liegen. „Das sind die eigentlich teuren Tiefbauarbeiten.“

Neue Aula: Die Stadtbahn biegt hinter der neuen Aula nach links ab in die Gmelinstraße. Die Kurve ist so eng, dass die Gleise vorher auf der rechten Seite der Wilhelmstraße etwas Richtung Clubhaus verschwenkt werden müssten. Danach ist auf der rechten Seite der Halt Universität geplant, zwischen Neuer Aula und am entstehenden Campus mit der Mensa.

Innenstadtkliniken: Die Bahn fährt gerade über die Hölderlinstraße bis zur Frauenklinik, dann biegt sich links in die Calwerstraße und stoppt (Halt Innenstadtkliniken). Danach führt die Strecke vor der Brücke rechts weiter auf die Schnarrenbergstraße.

Schnarrenberg: Die nächste Haltestelle ist beim Breiten Weg. Schon von da werden weitere Kliniken erreicht. Dann geht es weiter zur Haltestelle Schnarrenbergkliniken. Die Steigung beträgt acht Prozent, normale Straßenbahnen schaffen neun Prozent, erklärt Palmer und kommt zum Schluss: „Es gibt kein Steigungsproblem.“

BG Unfallklinik/Morgenstelle: Hier könnte Endstation sein, wenn kein zweiter Bauabschnitt mehr möglich ist. Um sich das nicht zu verbauen, würde es keine Wendeschleife geben, sondern eine Gleiswechselanlage.

Waldhäuser Ost: Ein zweiter Bauabschnitt würde weiter zu WHO fahren.

Ringschluss: Schon lange als nicht mehr realistisch gilt der Ringschluss von WHO bis zurück zur Neuen Aula.

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30.06.2012, 12:00 Uhr

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