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Einen Mittag im Mittelpunkt
Die Auszubildenden der Volksbank, Tomislava Milanovic, Kathleen Schuh, Julia Schneider und Laura Thiele (von links), gestalten mit Drachenei-Initiatorin Gudrun Hörmann und Mona Dieterle (rechts), Volksbank-Ausbildungsverantwortliche, den Musik- und Tanzmittag im Zirkuszelt am 11. Mai. Bild: Wilke
Engagement

Einen Mittag im Mittelpunkt

Volksbank-Auszubildende studieren mit Drachenei-Kindern mehrere Tänze ein. Aufgeführt werden diese am 11. Mai im Zirkuszelt auf dem Hohenberg.

28.04.2017
  • Maik Wilke

Als plötzlich laute Musik in der Volksbank Filiale in der Schillerstraße ertönte, habe das zunächst für Verwunderung, anschließend für ausgelassene Stimmung gesorgt, erzählt Ausbildungsverantwortliche Mona Dieterle. Die Auszubildenden der Volksbank hatten die Gänge am Horber Hauptsitz vorübergehend – natürlich nur während der Mittagspause – zu einem Tanzstudio verwandelt: Sie probten die Choreografien, die sie am 11. Mai gemeinsam mit von der Bildungsinitiative „Drachenei“ betreuten Kindern beim Musik- und Tanzmittag im Zirkuszelt neben der Hohenberghalle aufführen werden.

Es ist das erste größere Sozialprojekt zwischen dem Geldinstitut und der Sozialinitiative. „Wir wollen den Kindern ein Podium geben, sie eine tolle Aufführung zeigen lassen“, sagt Drachenei-Projektleiterin Gudrun Hörmann von der Caritas. „Sie sollen für einen Mittag im Mittelpunkt stehen.“ Der Kinderförderfonds setzt sich seit der Gründung im Jahr 2009 dafür ein, Kinder aus einkommensschwachen Familien an Freizeitprogrammen teilhaben zu lassen. Mittlerweile werden etwa 200 Kinder betreut, ein kleiner Teil davon wird nun gemeinsam mit den Auszubildenden der Volksbank die Tänze einüben und dann aufführen.

Geplant sind drei Auftritte: In der Gruppe der jüngeren Tänzer werden etwa zehn Kinder, darunter auch Mädchen und Jungs aus der Tanz-AG der Horber Gutermann-Grundschule, relativ einfache Schritte präsentieren. Die älteren Hobby-Tänzer dagegen zeigen eine ambitioniertere Choreografie, auch an diesem Tanz sind Nicht-Drachenei-Kinder beteiligt. Volksbank-Auszubildende Jessica Zoche, die gerade in der Vorbereitung für Prüfungen steckt, hat dank Tanzerfahrung beide Choreographie einstudiert. Zusätzlich zu den Tänzen ist noch ein größerer Auftritt der Musikschule Horb geplant.

Dass auch Nicht-Drachenei-Kinder am Tanz- und Musikmittag im Zirkuszelt auf der Bühne stehen, hat einen Grund: Die Anonymität soll gewahrt werden. „Das ist immer unser Dilemma“, sagt Hörmann. „Wir wollen den Kindern eine Bühne geben, sie, beziehungsweise ihre Familie aber nicht als einkommensschwach outen.“

Zunächst war angedacht, die Tänze offen für alle zu gestalten. Das habe laut Hörmann jedoch nicht funktioniert – das Interesse war gering: „Wir sind da schnell mit der Realität konfrontiert worden. Die Kinder haben nach der Mittagsschule häufig noch Musikunterricht oder gehen in den Sport. Ein zusätzliches Projekt wird auch den Eltern, die die Kinder ja auch zu den Proben bringen müssen, zu viel.“ Dabei halten sich die Termine in Grenzen: Die Jüngeren üben zweimal für den Auftritt am 11. Mai, die älteren Kinder nur einmal.

Für die Auszubildenden, die sich freiwillig für das Projekt gemeldet haben, ist es oft der erste Kontakt mit weniger privilegierten Familien. „Eben weil die Kinder wenig haben, macht es ihnen und damit auch uns umso mehr Spaß, gemeinsam zu tanzen“, sagt die Auszubildende Laura Thiele. Dass die Auszubildenden diese Offenheit zeigen, freut Hörmann: „Genau darum geht es ja: Menschen, die sonst weniger Kontakt zu einkommensschwächeren Familien haben, für deren Probleme zu sensibilisieren.“

Über den Kinderfonds Drachenei

Dracheneiist ein von der Caritas Horb eingerichteter Kinderfonds. Betreut werden 200 Kinder, viele davon schon seit der Gründung im Jahr 2009. Drachenei möchte es Kindern aus einkommenschwächeren Familien erleichtern, Musikunterricht zu nehmen oder in den Sportverein einzutreten. Ein Kuratorium entscheidet, welche Anträge angenommen werden.

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28.04.2017, 01:00 Uhr

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