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Einen Titel für jeden Frauentyp
Die Zeitschrift "Barbara" kommt bei den Leserinnen gut an. Foto: dpa
Zeitschriften werden auf bestimmte Zielgruppen zugeschnitten - Überraschungserfolg für "Barbara"

Einen Titel für jeden Frauentyp

Die Macher von Frauenmagazinen scheinen eine Strategie gefunden zu haben: für jeden weiblichen Typ einen Titel. Der Erfolg gibt ihnen Recht.

02.04.2016
  • LAURA LEWANDOWSKI, DPA

Berlin. Liegt es an Barbara Schöneberger oder am Inhalt? Was auch immer die Leserinnen seit der ersten Ausgabe der "Barbara" im Oktober zum Kauf bewegt: Selbst die Erwartungen des Verlags Gruner + Jahr (G+J) seien übertroffen worden, heißt es. Rund eine Viertel Million Exemplare haben sich vom ersten Heft des Frauenmagazins verkauft.

Für Zielgruppen zu produzieren ist keine einfache Geschichte. Das zeigen Daten der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW). So wurden im letzten Quartal 2010 rund 1,9 Millionen Jugendzeitschriften verkauft, fünf Jahre später nur noch 690 000. Die Verkaufszahlen im Segment Wohnen und Garten gingen im gleichen Zeitraum um mehr als eine auf 11 Millionen zurück. Bei den Frauenzeitschriften sieht das Bild differenzierter aus. Von den 14-täglich erscheinenden wurden im letzten Quartal 2015 rund 1,3 Millionen verkauft, fünf Jahre zuvor fast 1,8 Millionen. Ganz anders die monatlichen Frauenzeitschriften: 8,8 Millionen im letzten Quartal 2015, das waren 300 000 mehr als vor fünf Jahren.

Zur zweiten Kategorie zählt auch "Barbara", benannt nach der TV-Moderatorin Barbara Schöneberger (42), die festes Redaktionsmitglied des monatlichen Magazins ist und nicht nur die Editorials schreibt. "Barbara" soll allerdings gar "kein normales Frauenmagazin" sein, wie der Untertitel auf dem Cover verspricht. Das Magazin will "ohne Typberatung, Horoskop und FdH" auskommen, wie auf dem aktuellen Titel zu lesen ist. Ein "neuartiges Konzept", sagt eine Verlagssprecherin. Dazu gehört sicherlich, dass "Schöneberger" ein Kaufargument ist.

Dass Innovationen und Diversifizierung wichtig sind, weiß auch die Konkurrenz. "Es werden ständig neue Produkte entwickelt", sagt die BurdaStyle-Geschäftsführerin Manuela Kampp-Wirtz. Neben Sonderheften wie "Freundin Wellfit", "Bunte Gesundheit" oder "Elle Hochzeit" soll es bald auch ein Reisespecial von "Bunte" geben.

Das Medienhaus Axel Springer geht einen anderen Weg und reaktiviert einen alten Titel: Nach dem Motto "aus alt mach neu" ist das Magazin "Allegra" wieder da. Die Frauenzeitschrift war schon von 1995 bis 2004 am Kiosk zu haben. Dieses Jahr soll sie sechsmal erscheinen. Frauenzeitschriften zählten zu den noch leicht wachsenden Märkten im Publikumssegment, sagt Andreas Vogel vom Wissenschaftlichen Institut für Presseforschung und Medienberatung in Köln. Das Angebot werde immer breiter: 2005 habe es 31 Frauenzeitschriften am Kiosk gegeben, derzeit seien es 47.

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02.04.2016, 06:00 Uhr

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