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Kidojo

Einfach schade

Weiter geht es mit den Plädoyers fürs Kidojo.

22.09.2010

Wie ich hörte, soll das Kidojo im Lorettoviertel geschlossen werden, da die Stadt die mit dem Betrieb verbundenen Kosten nicht mehr tragen möchte. Leider, muss ich sagen. Zwar muss ich zugeben, als Mitglied und Schüler der „Lebendigen Schwertkunst“, einer Kampfkunstgruppe unter der Leitung von Wolfgang Abart aus Rottenburg, die dort mehrmals die Woche auch Kinder und Jugendliche trainiert, selbst betroffen zu sein. Es ist allerdings auch einfach schade, dass diese gemeinschaftliche Einrichtung dem Rotstift zum Opfer fallen soll.

Das Viertel würde leiden, die Betriebe (beispielsweise Gaststätten) im Viertel würden einen Teil ihrer sportlich-fairen Kundschaft verlieren, die Anwohner müssten stattdessen vielleicht weniger gelassene Kundschaft vertragen, denn man sollte ja auch sehen, dass sportliche Aktivitäten die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen und Heranwachsenden erheblich herabsetzen.

Diese Bereitschaft und deren lautstarke Demonstration fällt mir des öfteren in der Umgebung des Depots, wo ich wohne, durch die Kundschaft der Disko Top 10 auf. Muss auch im Lorettoviertel eine „Ghettoisierung“ stattfinden ? Wer würde davon profitieren ? Die Sache bekommt auch insofern ein Geschmäckle, als die Zahlen für die Kosten des Betriebs des Kidojos, die von der Stadt vorgelegt wurden, allem Anschein nach viel zu hoch angesetzt sind. Ganz abgesehen davon, dass es sich bei diesen Kosten um jährlich wohl einige 10 000 Euro handelt. Ich bin fest überzeugt, dass an anderen Stellen wesentlich höhere Beträge gespart werden können.

Klaus Emde, Tübingen

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Erstellt:
22. September 2010, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
22. September 2010, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 22. September 2010, 12:00 Uhr

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