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Russische Weisen, französische Impressionen und Seemannslieder am Neckarufer

Einschwingen mit „Druzhba“ beim Brückenfest

Man nennt es auch das „kleine Neckarfest“: das Brückenfest am Vorabend des großen. Da bleiben die Rottenburger meist unter sich (von ein paar ausländischen Gästen abgesehen). So auch am Freitag. Den Anfang machte wie immer die russische Tanz- und Gesangsgruppe „Druzhba“.

27.06.2014
  • Ulrich Eisele

Rottenburg. „Druzhba“ (sprich: Druschba) heißt auf russisch „Freundschaft“. Die wurde an diesem Abend zelebriert: Freundschaft mit den Franzosen aus Lion-sur-Mer, Kiebingens Partnergemeinde, die ihren Crêpes- und Calvados-Stand bereits aufgebaut hatten (die Delegation aus Saint-Claude blieb in der Schweiz im Stau stecken und wird erst am Samstag erwartet). Freundschaft aber auch mit bekannten und weniger bekannten Gesichtern, für die das Brückenfest stets Gelegenheit für ein zwangloses Zusammentreffen und sich Eingrooven aufs große Fest bietet.

Einschwingen mit „Druzhba“ beim Brückenfest
Das russisches Tanz- und Gesangsensemble Druzhba machte wie schon im vergangenen Jahr den Anfang beim Brückenfest.

Wie ein erfahrener Conférencier führte der vielleicht elfjährige Alexander Tyurin durchs Programm der russische Tanz- und Gesangsgruppe, die von der Rottenburger Sopranistin Stefanie Sauter geleitet wird. Er erinnerte daran, dass Russland mit 17 Millionen Quadratkilometern flächenmäßig das größte Land der Erde sei und rund 100 verschiedene Völker beherbergt. Kurios war auch der erste Song, den die „Druzhba“-Frauen anstimmten: „Party For Everybody“, ein Stück, mit dem sechs russische Großmütterchen, die „Buranowski Babuschki“, 2012 beinahe den Eurovision Song Contest gewonnen hätten.

Blick aufs Alltägliche und Nebensächliche

Zweiter Akt beim Brückenfest war diesmal eine Ausstellungseröffnung: Holger Keppel hatte eingeladen, der Herr des Hauses am Nepomuk Ernst Heimes ihm seine Empfangshalle dafür geöffnet. „Französische Impressionen“ zeigt der frühere Rottenburger Baubürgermeister dort, Fotografien, die nicht den Anspruch erheben, „große Kunst“ zu sein.

Einschwingen mit „Druzhba“ beim Brückenfest
Holger Keppel zeigt im Nepomukhaus „Französische Impressionen“ – hier Tore.

Auf das Kleine, Alltägliche, Nebensächliche hat es Keppel in den Jahrzehnten abgesehen, seitdem er – mehrmals im Jahr – sein Ferienhaus in der Franche-Comté aufsucht: Blumenschmuck an Häusern und Gartenmauern, Briefkästen, Flurkreuze, Kirchtürme – nicht berühmte, sondern die einfacher Dorfkirchen –, Kreisverkehre, Schaufenster, Trompes-l’oeil (Sinnestäuschungen), Stechschilder, Tore, Veranden, „Verschiedenes“ und Waschhäuser – ein buntes Sammelsurium, das vermutlich mehr über die Besonderheit der französischen Provinz aussagt als mancher Reiseführer.

Während sich Hausherr Heimes und Künstler Keppel im Nepomukhaus noch kappelten, hatte sich draußen auf dem Neckar-Bühnenfloß bereits der Shanty-Chor der Marinekameradschaft Rottenburg aufgebaut und stimmte Seemannslieder an: „Deine Heimat ist das Meer, deine Sehnsucht sind die Sterne ...“. Die waren zwar noch nicht aufgegangen; aber der Platz vor dem Bistro füllte sich merklich, das Fest kam in die Gänge. Mit Spannung wurde der Auftritt der Zumba-Tänzer erwartet.

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27.06.2014, 12:00 Uhr

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