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Bildungsvergleich

Eisenmann will Schulen auf Leistung verpflichten

Die CDU-Ministerin hält an der Gemeinschaftsschule fest. Doch angesichts schlechter Ranking-Werte soll die Qualität steigen.

29.10.2016
  • GUNTHER HARTWIG

Berlin. Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hat sich dagegen ausgesprochen, die 299 Gemeinschaftsschulen des Landes in Frage zu stellen. Bei der Präsentation der Bildungstrends 2015 sagte die Vizepräsidentin der Kultusministerkonferenz, es gehe ihr nicht um die Fortsetzung von Strukturdebatten, sondern darum, Qualität von Unterricht und die Leistung von Schülern zu verbessern. Die Abschaffung der Gemeinschaftsschulen sei für sie „kein Thema“, erklärte Eisenmann.

Nach dem von unabhängigen Wissenschaftlern durchgeführten Ländervergleich zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen hat Baden-Württemberg wie berichtet weiter an Boden verloren. Überprüft wurden in der repräsentativen Studie die Leistungen von Neuntklässlern in Deutsch und Englisch.

Problemfall Deutsch

Im Fach Deutsch rutscht Baden-Württemberg gegenüber dem Vergleichsjahr 2009 von Platz drei auf Platz 13 (Lesen), von Platz zwei auf Platz 14 (Zuhören) und von Platz zwei auf Platz zehn (Orthografie).

Im Fach Englisch verbesserten sich die Schüler in Baden-Württemberg zwar wie ihre Altersgenossen in den übrigen Ländern auch, doch fiel hier der Leistungszuwachs am geringsten aus. Daher rutschte das Land gegenüber 2009 von Rang zwei auf Rang neun (Leseverstehen) bzw. von Rang zwei auf Rang sieben (Hörverstehen) ab. Bayern dagegen behauptete seinen Spitzenplatz. Besondere Fortschritte erzielten die Schüler in Ostdeutschland, vor allem in Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern.

Kultusministerin Eisenmann nannte das Abschneiden Baden-Württembergs im Ländervergleich „nicht zufriedenstellend“. Es gebe „ein Qualitätsproblem an unseren Schulen“. Allerdings müsse das Ergebnis erst noch vertieft analysiert werden. Reflexhafte Forderungen nach mehr Lehrerstellen seien jetzt nicht hilfreich. Zudem wies sie darauf hin, dass der Abwärtstrend schon seit Jahren zu beobachten gewesen sei.

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29.10.2016, 06:00 Uhr

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