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Eklat beim letzten TV-Duell vor der US-Wahl
Donald Trump und Hillary Clinton im Wortgefecht. Foto: afp
US-Wahlkampf

Eklat beim letzten TV-Duell vor der US-Wahl

Donald Trump lässt offen, ob er das Ergebnis der Abstimmung vom 8. November anerkennen wird. Das schockt selbst seine Anhänger.

21.10.2016
  • PETER DE THIER

Washington. Die letzte Fernsehdebatte zwischen der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton und Donald Trump endete mit einem Paukenschlag: Der Republikaner wollte sich nicht festlegen, den Ausgang der Präsidentschaftswahl am 8. November zu akzeptieren. „Ich mache es spannend, ich werde Sie in Atem halten“, sagte Trump und schockierte damit selbst viele seiner loyalsten Anhänger. Auch die frühere Außenministerin zeigte sich „entsetzt“. Trump stelle damit ein Fundament der amerikanischen Demokratie in Frage.

Dabei waren Schauplatz und Inszenierung des TV-Duells aus der Sicht des Unternehmers perfekt. In der Spielermetropole Las Vegas fühlte sich der Kasinobauer Trump richtig zuhause. Selbstbewusst blies er zum Angriff. Er erklärte, dass es unter einer Präsidentin Clinton zu einem Linksruck beim Obersten Gerichtshof kommen würde, der Grundsatzentscheidungen über Abtreibung und Waffengesetze treffen würde. Clinton benannte sachlich Differenzen bis hin zur Terrorbekämpfung und dem Umgang mit Wladimir Putin, der laut US-Geheimdiensten mit Cyberattacken den Wahlausgang zu beeinflussen versucht.

Doch dann artete die Debatte in einen giftigen Schlagabtausch mit scharfen Attacken, Unterbrechungen und persönlichen Beleidigungen aus. Wie ausgeprägt die Antipathien zwischen den Familien sind, die früher zusammen Golf spielten und sich gegenseitig zu Hochzeiten einluden, hatte man schon zum Auftakt gesehen. Als der souverän agierende Moderator Chris Wallace die Kandidaten vorstellte, würdigten sie sich keines Blicks, verzichteten erneut auf den üblichen Händedruck.

Aus dem Ruder liefen die Dinge dann, als es um die kritische Frage ging, wer denn besser fürs Amt geeignet sei. Wer Frauen beleidige und belästige, Minderheiten und Behinderte verspotte, habe nicht das richtige Temperament, sagte Clinton an die Adresse ihres Gegners. Er konterte mit ihren „ständigen Lügen“, dem E-Mail-Skandal und fragwürdigen Spendern der mit Ehemann Bill gemeinsam betriebenen Stiftung. Zum Schluss legte er noch eine Beleidigung nach: „So eine fiese Frau!“, raunte er ins Mikrophon. Ein typischer Trump.

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21.10.2016, 06:00 Uhr

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