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Eldorado für Techno-Raver
Musikalisches Lustzentrum der Raver-Party: Der DJ an den Turntables.
Empfinger Beatparade lockte bis zu 7.000 Besucher an

Eldorado für Techno-Raver

Die bereits 13. Empfinger Beatparade lockte am Samstag nicht nur rund 7000 (zahlende) Besucher aus nah und fern an, sondern dürfte auch als eins der friedlichsten und entspanntesten Techno-Raver-Events in die Geschichte eingehen. Die zumeist schrill bis ausgeflippt gekleideten Gäste fanden bei Kaiserwetter zwischen Penny-Markt und Festareal und bei unentwegt wummernden Bässen ein wahres Raver-Eldorado vor.

20.08.2012
  • Willy Bernhardt

Empfingen. In aller Herrgottsfrühe konnten der Chef des veranstaltenden Jugend- und Kulturvereins (JKV), Julian Kämpf, sowie sein Bruder Philipp, für die Pressearbeit verantwortlich, gemeinsam mit Empfingens DRK-Bereitschaftsleiters Frank Kiefer und den Vertretern von Security und Polizei ein erfreuliches Fazit ziehen.

Trotz Temperaturen bis an die 35-Grad-Marke hielten sich die Einsätze des DRK in Grenzen. Und auch die Polizei erlebte, abgesehen von ein paar zu erteilenden Platzverweisen, eine vergleichsweise ruhige Nacht. Mit den vorläufig ermittelten Besucherzahlen zeigte sich Philipp Kämpf sehr zufrieden. Beim JKV geht man von rund 7000 zahlenden Besuchern aus, was einen neuen Rekord bedeutet, seit in Empfingen Eintritt bei der Beatparade erhoben wird.

Unbarmherzig brannte die Sonne vom stahlblauen Himmel herunter, als sich die Techno-Raver traditionell beim „Penny“-Markt um 14 Uhr versammelten. Um 16 Uhr setzten sich dann die sechs Trucks mit Gefolge über die Horber und Haigerlocher Straße mit Ziel Festareal in Bewegung. Der Fahrtweg war wieder gesäumt von vielen Schaulustigen, darunter auch diverse Empfinger Hausgemeinschaften, die mitunter mit spontanen und originellen Ideen aufwarteten.

Mit einer Leistung von 25 000 Watt und einer Lichtleistung von rund 20 000 Watt wurde die „Beatparade“ angeführt vom JKV/Lachenmaier-Truck, auf dem man etliche bekannte Gesichter entdecken konnte.

Der Empfinger Manfred Teichert bemerkte, dass im Vergleich zu früher das Outfit der Teilnehmer „einheitlicher“ geworden ist. Dennoch waren viele schrill und ausgeflippt gekleidete Raver mit von der Partie. Unter ihnen auch einige, die eher der Gründergeneraton des Rock’n’Roll zuzurechnen sind.

Freilich war die Parade natürlich wieder in erster Linie eine Angelegenheit der jungen Generation, die viel nackte Haut zeigte und sich auch von Besuchern mit Wasserpistolen oder Handwasserwerfern erfrischen ließ.

So richtig laut und zügellos wurde es, als sich die wummernde Karawane in der Dorfmitte bei Kirche und Rathaus eingefunden hatte. Man schien jetzt nach einem Kilometer Strecke gut „eingeravet“ zu sein. Energy-Drinks und Erfrischungstücher wurden unters Volk gestreut. Zwei Girls im Polizeilook outeten sich als wandelnde „Alkohol-Patrouille“. Zwei als „Buschmann“ und im Leoparden-Look mit String-Tanga „gedresste“ männliche Oldies drückten das Gesamt-Durchschnittsalter allenfalls im Promillebereich nach oben.

Eine Stunde brauchte der Bass-Lindwurm bis zur Dorfmitte Empfingens und nochmals knapp die gleiche Zeit bis raus zum Festplatz. Wie immer ging’s bei der Beatparade nur im Schneckentempo voran. Genügend Zeit also, sich an einem der vielen Stände mit Flüssigem und auch fester Nahrung zu versorgen.

Beim zweiten Truck von „narkose-music“ war der Name allein schon Programm. Auf Truck Nummer 3 präsentierte sich „Stuttgart rockt“ als „Schwabenpiraten“ – mit zwei sich an der Stange räkelnden Tänzerinnen. Kühle Nebelkaskaden sandte der Truck zudem sehr zur Freude der Umzugsbeobachter aus.

Das JKV-Team versah seinen Sicherungsjob trotz des brodelnden Treibens drumherum routiniert und vor allem unufgeregt. „Musical Madness“ hieß das Programm, das Truck Nummer4 bereit hielt. Im 5. Truck reisten „Scenergy“, und beim „Truck’le“ Nummer 6 wurde es wieder bodenständiger. Da säuberten nämlich die „Empfinger Putzweiber“ die Straße vom zurück gebliebenen Unrat, hier musikalisch unterstützt von fetzigen Hard-Rock-Klassikern wie von AC/DC.

Auf dem umzäunten Festplatz, wo dann die große Techno-Rave-Session angesagt war, dürften sich dann 7000 gut gelaunte Paratygäste eingefunden haben. Jeder der Trucks konnte sich zunächst nochmals selbst präsentieren, ehe dann zusammen gekoppelt wurde und eine gewaltige „Area of Sound“ entstand. Bei einbrechender Dunkelheit zuckten Lichteffekte und Lichtblitze.

Die laut JKV „Prominez der Techno-Szene“ gab sich die Ehre. Etwa als erster Headliner die Raver-Kultfigur „Jay Frog“, später dann „Talla ZXLC“ sowie zum Schluss „D-Liciouz“. Die Empfinger Kult-Nacht ging erst um 3 Uhr zu Ende, als die Zapfhähne sechs Trucks oder in deren Gefolge abgedreht waren.

Eldorado für Techno-Raver
Ausgelassen feierndes Partyvolk bei der 13. Beatparade in Empfingen. Die Temperaturen ließen den Verzicht auf Kleidung gut verschmerzen. Bilder: Kuball

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20.08.2012, 12:00 Uhr

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