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ELEGY
USA

Regie: Isabel Coixet
Mit: Penélope Cruz, Ben Kingsley, Patricia Clarkson, Peter Sarsgaard, Dennis Hopper

- ab 0 Jahren

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23.11.2015

Von Dorothee Hermann

Sie ist eine Spezialistin für Abschiede, die Regisseurin Isabel Coixet („Mein Leben ohne mich?). Auch ihren neuen Film inszeniert sie gewissermaßen als Rückblende ? auf eine Liebesgeschichte nach dem uralten Muster: erfolgreicher älterer Don Juan verfällt außergewöhnlicher junger Schönheit. Coixet hat sich diese etwas abgenutzte Konstellation nicht selbst ausgedacht. Sie adaptierte den Roman „Das sterbende Tier? des gefeierten amerikanischen Autors Philip Roth für die Leinwand.

Ben Kingsley gibt den markanten Literaturprofessor David Kepesh. Consuela (Almodóvar-Star Penélope Cruz als eigentümliche Mischung aus Schulmädchen und Diva) heißt die kubanische Studentin, die Kepesh viel stärker beunruhigt, als er das aus der Endlosserie seiner Affären gewohnt ist. Aber es ist, als wären die beiden Stars nicht ganz bei der Sache, als würden sie sich zwar vornehmen, in den vorgegebenen Rollen zu agieren, sie jedoch nicht ausfüllen. Es hilft auch nicht, dass ihren Intimitäten wieder einmal die kleinen Klavierstücke Eric Saties unterlegt sind. Die beschworene Leidenschaft bleibt blass wie eine erotische Phantasie, die man für sich allein hegen mag.

Nicht in dieser Weise neben sich steht die attraktive Carolyn (Patricia Clarkson), erfolgreiche Geschäftsfrau und seit 20 Jahren mit David liiert. Aber sie hat leider nur eine Nebenrolle ? wie Dennis Hopper als Davids Sportsfreund George. Optisch bedient sich die Filmemacherin bei den Alten Meistern. Das Halblicht in Davids mausoleumähnlicher New Yorker Wohnung könnte den Gemälden von Velázquez abgeschaut sein. Die Außenwelt erscheint nurmehr als matter Reflex auf einem kostbaren Möbelstück.

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Erstellt:
23. November 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
7. August 2009, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. August 2009, 12:00 Uhr

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